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Full text: Webereimaschinen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

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Johann Zeman. 
Der Buntwebftuhl von George Hodgfon in Bradford mit drehbarem 
fechszelligen Schützenkaflen (Revolverlade) hat noch eine Auskehrvorrichtung 
für die Bewegung der Revolverbüchfe fowie der Kartenkette erhalten, fo dafs der 
Weber im Falle der felbRthätigen AbRellung des Stuhles bei Rattfindendem 
Fadenbruch oder Auslaufen des Fadens von der Schufsfpule, wobei gleichfalls die 
obige Auskehrung stattfindet, nicht mehr nach dem Schufs zu fuchen braucht, 
fondern ohne Rückdrehen nach frischem Einlegen der Schütze unmittelbar weiter 
arbeiten kann. 
Die Zugklinke für die Vorwärtsdrehung des Cylinders, auf welchem die 
Kartenkette weiterrückt, fowie die Winkelhebel, welche die beiden Platinen für 
die Mitnehmhaken der Revolverbüchfe nach Mafsgabe der Lochung in der 
Kartenkette zum oder vom Hebmeffer bewegen, flehen durch zwei an beiden 
Enden einer horizontalen Verbindungswelle aufgefetzte Arme mit jener Ausrück- 
fchiene auf der entgegengefetzten Stuhlfeite in Verbindung, welche beim Aus 
bleiben des Schliffes durch den Gabel-Schufswächter den Stuhl in bekannter 
Weife zum Stillfland bringt. Sowie diefs thatfächlich gefchieht, wird auch fofort 
die Zugklinke am Kartencylinder gehoben, fomit eine etwaige Weiterdrehnhg der 
Kette, wie diefs früher möglich war, hintangehalten. Gleichzeitig werden auch die 
beiden Hebel, die mit ihren Stiften in die Löcher der Karte einzufallen fuchen, fo 
gelüftet, dafs die beiden Platinen zurückgelegt und von dem etwa noch in die 
Plöhe fchwingenden Mefifer nicht mehr erfafst werden. Es entfällt alfo für die 
Revolverbüchfe jeder Anlafs zu einer Weiterdrehung. 
Nachdem diefe Sicherheitsvorkehrungen zu der fchon früher eingeführten 
Sperrvorrichtung, welche ein Ueberwerfen der Revolverbüchfe verhütet, * hinzu 
getreten find, kann Hodgfon die Gefchwindigkeit feines Wechfelfluhles nun 
mehr von 135 Schlägen bis auf 170 .Schläge per Minute Reigern 
Um diesen AusReller zu erledigen, erwähnen wir anfchliefsend feinen 
neuen TuchRuhl mit fchwingendem zweizeiligen SchützenkaRen auf beiden 
Seiten, zu welchem verfchiedene Neuerungen zu bemerken wären. Die erbetene 
Patentfpecification iR uns aber leider nicht überfendet worden; auf eine unver- 
läfsliche Erinnerung hin möchten wir aber keine Skizzirung wagen, zumal diefer 
Stuhl wohl bald auf dem Continente heimifch und für ein gründlicheres Studium 
leichter zugänglich fein wird. 
Betrachten wir daher den anderen englifchen WechfelRuhl mit Schaft- 
mafchine für fagonnirte WollRoffe (unter anderen Buckskin), welche Platt 
Brothers & Comp, in Thätigkeit gefetzt hatten, fo iR am WebRuhl felbR auf die 
bemerkenswerthe Aufwindebewegung hinzuweifen, in welcher fich eine ältere 
Idee in vollkommenster Weife conRrucfliv ausgeführt findet. 
Der Zeugbaum nimmt die Waare nach Mafsgabe des durch einen Räder 
mechanismus fucceffive gedrehten Kettenbaumes auf. Diefer Mechanismus wird 
durch die Vorwärtsfchwingung der Lade in Gang gefetzt, indem hierbei die Druck 
klinke eines Sperrrades eine horizontal und parallel neben der Stuhlwand gela 
gerte Achfe umdreht, welche hinten durch zwei Zahnrädchen das Schnecken 
getriebe am Kettenbaum bewegt. 
Die Schaltrad-Klinke kommt bei jeder Ladenfchwingung an den gleichen 
Endpunkt ihrer um die Drehachfe des mitzunehmenden Rades alternirenden 
Bogenbewegung. Aber indem man deren rückläufigen Leergang je nach der 
Rärkeren oder fchwächeren Spannung der Kettenfäden variiren läfst, wird die 
Klinke um eine gröfsere oder geringere Zahl von Zähnen zurückfallen, und es 
kann in Folge deffen bei der nächRen Schaltung und Drehung der Kettenbaum 
mehr oder weniger Kette abgeben, und dergcRalt die Kettenfpannung innerhalb 
gewiffer enger Grenzen Rets gleichmäfsig erhalten werden. 
* Englifches Patent vom Jahre 1865; mitgetheilt im „Polytechnifchen Centralblatt“, 
1865, S. 598.
	        
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