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MAK

Full text : Webereimaschinen (Gruppe XIII, Section 2), officieller Ausstellungs-Bericht

WEBEREI  MASCHINEN.

(Gruppe  XIII,  Section  2.)

Bericht  von
Johann  Zeman,
Redaöleur  von  Dirigier's  polytechni/chem  Journal  in  Augsburg,  ehemals  Docent  am  deut/chen
Polytechnicum  in  /  rag.

VORWORT.
Mit  einigem  Zögern  tritt  der  Referent  an  die  Berichterftattung  über
Weberei-  und  Appreturmafchinen  auf  der  Wiener  Weltausftellung  1873.  Während
die  Spinnereimafchinen  durch  deren  allgemeinere  Behandlung  auf  gewerblichen
und  polytechnifchen  Schulen  eine  gründliche,  wiffenfchaftliche  Durcharbeitung
und  demzufolge  fyftematifche  Eintheilung  bereits  erfahren  haben,  welche  allerdings ­
  durch  die  gefchloffene  Aufeinanderfolge  der  einzelnen  Spinnoperationen
wefentlich  erleichtert  ift,  entbehren  wir  für  Mafchinen  der  Weberei  und  Appretur ­
  folcher  Unterlagen,  um,  auf  diefelben  geftützt,  an  Bekanntes  anknüpfen  und
das  Neue  oder  weniger  Bekanntgewordene  mit  kurzen  Worten  präcifiren  zu
können.  Wefentlich  erfchwert  wird  aber  die  Aufgabe  noch  dadurch,  dafs  bei
Webereimafchinen,  insbefondere  aber  bei  den  Mafchinen  für  das  Zurichten  der
Stoffe  eine  folche  Mannigfaltigkeit  in  der  Conftruktion  und  noch  mehr  in  der
Verwendung  der  Mafchine  platzgreift,  dafs  jede  einzelne  Branche  die  Forfchungen
  eines  eigenen,  durchaus  erfahrenen  Fachmannes  auf  der  Weltausftellung
erfordert  hätte.  Wir  konnten  uns  defshalb  lange  nicht  entfchliefsen,  die  Verantwortlichkeit ­
  für  diefen  Theilbericht  auf  uns  zu  nehmen,  und  erfl  als  anderweitige
Bemühungen  des  Herrn  Chefredakteurs  Profeffor  Dr.  R  i  c  h  t  e  r  vergeblich  blieben,
glaubte  Referent  den  wiederholten  ehrenvollen  Ruf  nicht  mehr  ablehnen  zu
dürfen  —  in  der  Ueberzeugung,  dafs  unter  folchen  Umftänden  feiner  Arbeit  eine
nachfichtige  Beurtheilung  nicht  ausbleiben  würde.  Und  eine  folche  müffen  wir
heute  doppelt  in  Anfpruch  nehmen.
Zunächft  waren  wir  —  gegen  Schlufs  der  Ausftellung  das  Referat  übernehmend ­
  —  darauf  angewiefen  auf  langwierigem,  fchriftlichem  Wege  von  den
Ausftellern  das  erforderliche  Material  zufammenzutragen,  was  denn  auch  —
mit  einigen  Ausnahmen  —  Dank  dem  verftändnifsvollen  Entgegenkommen  der
Ausfteller  (freilich  nach  monatelangem  Correfpondiren)  gelang.
Zwei  rafch  nach  einander  folgende  Berufungen  (an  die  Wiener  Handels-Hochfchule
  und  fpäter  an  die  Redaktion  von  Dingler’s  polytechnifchemJournal
in  Augsburg)  hinderten  aber  den  Berichterftatter  in  der  gegebenen  Zeit  die  beab-
            
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