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Full text: Die Goldschmiedekunst (Arbeiten in Edelmetall und Edelstein), (Gruppe VII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

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Jakob Falke. 
In feiner Ausftellung zeigten fich beide oben gefchilderte Richtungen klar 
und deutlich neben einander, die alte, welche fich in den Formen der Zopfzeit 
bewegt, insbefondere durch W. Bach mann und durch Herrmann vertreten, die 
andere durch Matzenauer, fowie durch Brix & Anders. Jene fucht den 
Effedl durch blankes und weifses Silber, höchftens durch Vergoldung, diefe hat 
nebfl den mittelalterlichen Formen auch alle edle Technik des Mittelalters auf 
genommen, das Filigrah, die getriebene Arbeit, das Niello, das translucide 
Email, den Zellenfchmelz und Grubenfchmelz und übt fie in höchft forgfältiger 
Weife. Die coloriftifche Wirkung, die auf folcher Technik beruht, pflegt noch 
durch Edelfteine erhöht zu werden. Nehmen wir nur hinzu, dafs die bellen 
Kenner des Mittelalters unter den Architekten die Zeichnungen zu liefern pflegen, 
fo müffen wir diefen Zweig der öfterreichifchen Kunftinduftrie als zu den glän 
zenderen gehörig betrachten. Er fleht nicht hinter feinen Concurrenten in irgend 
einem anderen Lande zurück.
	        
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