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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

7. jDer Bau der Eisenbahnen als specieller Cullurfactor. 
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tenden Classe überhaupt, und umso tiefer, je mehr der Hang zum 
Nomadisiren geduldet, je mehr die sittliche Entbehrung des 
Familienlebens niederdrückt, die Sonntagsarbeit demoralisirt, die 
Mitarbeit der Frauen statthaft ist, je weniger die Erziehung gerade 
dieses Taglöhnerstandes in die Hand genommen wird und je 
kälter sich der hier so wichtige Baubeamte dieser bedeutsamen 
socialen Frage gegenüberstellt. 
Dieser Taglöhnerstand, dem sein Arbeitsobject in dem los 
geschaufelten Bodenstücke, in dem weggesprengten Felsgesteine, 
in dem Aufwuchten der East und in dem Fortkarren der gelösten 
Masse verloren geht, ist nun einmal durch den Eisenbahnbau 
geschaffen, u nd der Staat muss mit ihm rechnen, und umso 
mehr, je schwunghafter er bisher den Eisen hahnbau be 
trieben hat. Und wenn man auch füglich das Princip der directen 
Staatshilfe nicht genehmigen kann, so muss doch der Weiterbestand 
des Eisenbahnbaues als ein höchst werthvolles Arbeitsobject für 
diesen geistig und physisch armen Stand beachtet werden, 
und zwar solange, bis dieser, dem Gewerbe seit fast zwei Gene 
rationen entfremdete und durch die Ausdehnung des erbauten 
Bahnnetzes quantitativ so entwickelte Stand für das Gewerbe er 
zogen worden ist oder der entfalteteren Industrie successive über 
gehen werden kann. 
§. 2. Seine Macht als Förderer der Wissenschaft 
1. Die Beförderung der Bauwisseusehaften im Allgemeinen. 
a) Der Eindruck der Grossartigkeit. 
Diesen Eindruck übt der Eisenbalmbau durch seine Dimen 
sionen, seine Zusammendränguiigsfähigkoit der Menschen, seine 
kurze Zeitbemessung und durch seine grossartige technische 
Fragestellung. Dieser Eindruck ist ein so gewaltiger, dass er neben 
dem allgemeinen, civilisatorischen Momente noch besonders das 
Bauelement überhaupt fördert, weil die sichtbaren Wirkungen auf 
das Kleine übertragen, auch wieder dieses günstiger und rationeller 
erfassen, also der Cultur überhaupt und den Bauwissenschaften 
im Besonderen jene Bremsung geraubt wird, welche sich in der
	        
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