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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

9. Die Conflicte. 
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Streben, die menschliche Vervollkommnung auch vermittelst 
des Hebels der Eisenbahnen immer weiter und weiter zu 
erstreben. Und in diesem Sinne genommen, erwächst bis auf 
Weiteres wohl noch für jedes, besonders aber für ein, im modernen 
Verkehrsmittel noch zurlickstehendes Volk die Aufgabe, sein Bahn 
netz noch zu erweitern; denn der Stillstand in dieser Ausdehnung 
ist Lähmung der Civilisation und wirthschaftliche Krankheit 
des Gesellschaftskörpers und die überall noch zulässige, meist noch 
absolut nothwendige Erweiterung des Bahnnetzes ist nichts, als 
eine Escomptirung civilisatorischer Werthe. 
Die materielle Form dieser Escomptirung aufzufinden, ist 
öfters nicht leicht, aber sie ist und bleibt immer nur das Mittel zum 
hohen, ethischen Zwecke, und sie verliert bedeutend an Schwierig 
keit, wenn wir in den Blättern der Culturgeschichte die Analogien 
der vorgeschrittenen Länder und den Connex studiren, der 
zwischen den Eisenbahnen und der Rohproduction, zwischen den 
Eisenbahnen und der Fabrication, zwischen den Eisenbahnen und 
dem Handel und zwischen dem Bahnverkehre und dem entfalteten 
Wissen herrscht: ein Connex, welcher lediglich auf der 
Darreichung des Bewegungsmittels für das ruhende 
Gut, für den ruhenden Geist fusst, eine Darreichung, 
welche der Exploitirung, der Wohlfahrt also voraus 
gehen muss. Denn die Lebenskraft der Eisenbahnen stützt sich, 
um es zu wiederholen, auf das vormals nie erreichte Beherrschungs 
vermögen von Zeit und Raum. In dem multiplicirten Maasse, als der 
Bahntransport schneller und billiger ist, wie der Transport in alter 
Form, erweitert sich der Durchmesser des Wirkungskreises der 
Menschen; seine Wirkungsfläche wächst also im Quadrate. 
Die Menschen rücken also sehr maassgebend aus der Been 
gung heraus, realisiren in dermalen höchstthunlichster Weise das 
philosophische Princip der Bewegung, gemessen die 
Früchte dieser Befolgung und gewinnen also, weil die mathe 
matische Aufrollung der Wirkungsfläche durch die Eisenbahnen 
für die Rohgüter noch grösser ist, als für die Individuen, damit 
jene ethische und materielle Kraft, die unser Zeitalter höher stellt, 
denn eines zuvor. Es musste um dessentwillen also gar bald die Defi 
nition der Eisenbahnen als eines „Verdienstmittels“ fallen und
	        
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