1. Disposition der Schienenwege.
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Persien und zieht sich Uber Teheran, Mesehhed und Herat ebenfalls
durch den ßolanpass herab nach Schikarpur in Indien.
Diese vier hauptsächlichen Coneurrenzprojecte ordnen sich
übersichtlich und reducirt auf Calais, wie folgt:
Post-
Nr.
Kamen der Linie
Curs
Länge
in deutschen
Meilen
1. | Persische Linie . . .
2. Kaukasische Linie . .
3. Euphratlinie
4. Centralasiatische Linie
Calais-Constantinopel-
Schikarpur
Calais-Vladikavkaz-
Schikarpur
Calais-Euphrat-Karatschi
Calais-Orenburg-Pischa-
wer
1.015
1.067
1.078
1.127
Nach dieser Tabelle erscheint allerdings die centralasiatische
Linie bezüglich ihrer Länge im Nachtheile; allein es steht ihrem
Werden eine grosse Staatsidee und der Umstand zur Seite, dass sie
unter einem und demselben Scepter entstehen wird, und dass die
Interessen Russlands, welche, wie schon bemerkt, den schleunigen
Bahnbau bis nach Taschkend und Samarkand gebieten, Ver
anlassung sind, dass das centralasiatische Project die geringste
Lückenlänge zwischen Europa und Indien auszufüllen hat.
Man kann nämlich ohne Bedenken annehmen, dass während •
der Zeit, als die europäischen Schienenwege einst bis nach Constanti-
nopel geführt sein werden, Russland seine Schienenwege unbedingt
bis an die persische Grenze und bezüglich des centralasiatischen
Projectes bis Chulura oder wenigstens bis nach Samarkand ge
führt haben wird, und dann stellen sich die Lückenlängen des
Neubaues von Samarkand, Constantinopel und Vladikavkaz, wie
folgt: