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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

1. Disposition der Schienenwege. 
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2. Die nördliche Paciftceisenbahn. 
In der nordamerikanischen Abtheilung der Wiener Weltaus 
stellung war ein zweites grossartiges Werk aus dem Gebiete des 
Eisenbahnbaues, nämlich die nördliche Pacificeisenbahn durch eine 
42 Fuss lange und 10 Fuss breite Karte (entworfen von M. Roberts) 
vertreten. 
Die Hauptbahn zwischen dem Superiorsee und dem Puget- 
sund ist 425 deutsche Meilen und die Zweigbahn vom See Pond 
d’Oreille nach dem Stillen Ocean ist 106 deutsche Meilen lang, und 
waren zur Zeit der Ausstellung 110 deutsche Meilen vollendet. 
Die Bahn läuft durch die Staaten Wisconsin und Minnesota 
und durch die Territorien von Dakota, Montana, Idaho und Wa 
shington, ferner durch den Staat Oregon. 
Am westlichen Ende steht die Linie in Verbindung mit dem 
Eisenbahnsysteme am Stillen Ocean und am Ostende mit dem Eisen 
bahnsysteme der atlantischen Staaten und jenem von Canada. 
Die Vortheile der nördlichen Pacificeisenbahn, welche mit 
der Union-Pacificeisenbahn (713 geographische Meilen lang und 
7043 Fuss Culminationshöhe, vollendet 16. Mai 1869), mit der 
Texas-Pacificeisenbahn (Texas-S. Francisco), mit der canadischen 
Bahn (durch die britische Regierung namhaft garantirt) mit der 
mexikanischen Bahn (Veracruz- Stiller Ocean), endlich aber mit der 
Kansas-Pacificeisenbahn (kürzeste Verbindung zwischen New- 
york und S. Francisco und 3-2 geographische Meilen Tunnellänge) 
einst zu concurriren haben wird, wurden auf der Ausstellung 
dadurch markirt, dass der Bahngesellschaft ein Territorium von 
80.000 englischen Quadratmeilen gehört; dass auf die Eisen-, Kupfer- 
Silber-, Gold- und Kohlenbergwerke in Montana und Idaho und auf 
die grossen Wald- und Prairieländereien von Minnesota, Dacota 
und Washington hingewiesen wird; dass die durch die Bahn eröff- 
neten Flusssysteme des Lorenzostromes und des Mississippi 
(Missouri) den Verkehr gewaltig zu heben geeignet erscheinen; dass 
der Breitengrad der Linie (südlicher als Paris, Wien und London) 
günstige Temperaturverhältnisse einräumt; dass sie vorwiegend 
eine Thalbahn sei und günstig zwischen den Concurrenzlinien liege; 
dass sie 200 englische Meilen kürzer sei, als die hochliegende
	        
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