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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

1. Disposition der Schienenwege. 
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Dampfschiffe und der Eisenbahnen, sprechen zu deutlich für den 
internationalen Werth der Küste und für den Werth internationaler 
Schienenwege, als dass sie bezüglich der Gefahren der Beeinträch 
tigung Oesterreichs im Welthandel, oder aber der Prosperität 
Oesterreichs bei geeigneten Dispositionen seiner Eisenbahnen noch 
eines näheren Comrnentars bedürften. 
5. Oesterreicliisclie Nordwestbahn. 
Unter den grossen Bahnen Oesterreichs hat die österreichische 
Nordwestbahn durch ein Druckwerk die Motive auf der Ausstellung 
zur Kenntniss gebracht, welche für die Schaffung und Disposition 
dieser Linie massgebend waren, und war das Studium dieser Motive 
durch eine grosse Karte erleichtert. 
Die Disposition der österreichischen Nordwestbahn gipfelt 
einerseits in dem Streben denjenigen Binnenverkehr zu beleben, 
welcher, zwischen Wien und den nördlichen Landesgrenzen liegend, 
von der Kaiser Franz Joseph-Bahn, der Staatseisenbahn und von 
der Kaiser Ferdinand-Nordbahn noch nicht aufgeschlossen ist, und 
anderseits in dem Bemühen, dem internationalen Handel zwischen 
Deutschland und Wien neue Wege zu bieten. 
Zur Erreichung dieser beiden Zwecke ist die österreichische 
Nordwestbahn in Verein mit der Sudnorddeutschen Verbindungs 
bahn getreten und wurde die Anlage der Bahn daliin disponirt, 
dass Wien zu dem Ausgangspunkte für den Verkehr nach Norden 
gewählt und diesem Verkehre erhöhtes Leben dadurch geboten 
wurde, dass, von der Station Deutsch-Brod angefangen, diverse, 
gabelförmig abzweigende Linien nach verschiedenen Punkten der 
nördlichen Reichsgrenze entsendet und diese Zweige wieder unter 
einander durch Querverbindungen und Ausästungen lebensfähig 
und aufsaugend durch jene Dispositionen gemacht wurden, mittelst 
derer man bemüht war, wichtige Gebiete der Landwirtschaft, des 
Bergbaues und anderer Industrien aufzuschliessen und vorhandene 
alte Eisenbahnen nach Thunlichkeit zu berühren. Die Strecke 
Wien-Deutsch-Brod ist auch als Stammlinie für die Aufsaugung 
des Verkehres und für die Bahnanschlüsse nach rechts und links in 
Betracht gezogen.
	        
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