1. Kunstprofile.
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mit geklärtercm geistigen Blicke über die künftige Haltbarkeit
eines Erdbaues ausgerüstet, weichen wir heute schwierigen
Terrainverhältnissen entweder mit Bewusstsein aus, oder wir
legen unserem Baue sofort die gewonnenen Erfahrungselemente unter,
das heisst wir sichern uns den Erfolg durch die Wahl des Schüttungsmateriales,
durch die baulichen Anlagen (Sicherung) der
Böschung und durch die rechtzeitige, kunstfertige Entwässerung
des Terrains.
Der hiermit gekennzeichnete, gegenwärtig hohe Standpunkt
des Erdbaues machte sich auch auf der Wiener Weltausstellung
durch die betreffenden Expositionsobjecte kenntlich, und wählen
wir, um dieselben sachgemäss zu rangiren, die folgende Eintheilung:
a) Kunstprofile, b) Arbeitsgerät!]e, c) Grabemaschinen,
d) Sprengmittel, e) Minensprengung,/! Anordnung des Betriebes,
fl) Wahl des Transportssystemes und h) Kosten der Erdarbeiten.
I. Capitel.
Kunstprofile.
Unter den ausgestellten Kunstprofilen für Erdarbeiten heben
wir die folgenden hervor:
1. Oesterreichische Nordwestbahn.
(Nordwestbahnpavillon.)
Die Kronenbreite der Bahn beträgt in der Schwellenhöhe
4 Meter. Die Tiefe der Schotterbettung in Dämmen und Einschnitten
0-4 Meter In nicht felsigen Einschnitten sind die Böschungen
1 bis 1'/Aussig, im lockeren Felsen */ s bis »/»Bissig, im
festen Felsen ‘/ ä füssig bis senkrecht. Die Felseinschnitte erhalten
bis zu Tiefen von 7 Meter eine Breite von 8 Meter; bei Tiefen
über 7 Meter eine Breite von 9 Meter, gemessen in der Geleiseebene.
Die Dämme aus geschüttetem Materiale sind '/»Bissig, jene
aus Steinschlichtungen einfüssig.