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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

S. Grabemaschinen. 
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Bekanntlich unterscheidet man bezüglich der „ 6 e w i n n u n g* 
durch Maschinen maschinelle Grabearbeit und maschinelle Bohr 
arbeit; die Letztere werden wir, wie oben erwähnt, im Abschnitte 
„Tunnelbau“ besprechen, weil sie auf diesem Gebiete des Eisen 
bahnbaues die meiste Anwendung erfahrt. 
Die besonders in Amerika zu Zwecken des Eisenbahnbaues 
hochentwickelte „maschinelle Grabearbeit“ war auf der 
Ausstellung nebensächlich, und zwar als Einrichtung pneumatischer 
Fundirungen vertreten; indirect boten die Excavateurs der Donau 
regulirung ein grossartiges Bild maschineller Erdarbeit. 
Die maschinelle Grabearbeit hat drei Stadien zu durchlaufen, 
nämlich n) das Lösen des Bodens, b) das Auffassen des gelockerten 
Bodens und cjdas Hebendesselben durch die Fördergefässe, und es 
wird naturgemäss diejenige Maschine die vollkommenste sein, 
welche alle diese drei Arbeitsarten besorgt. 
Als Ausgangspunkt für das Lösen des Bodens ist unbedingt 
der Pflug zu betrachten, und thatsächlich ist das gewöhnliche An 
pflügen des Erdbodens zu Zwecken eines Eisenbahnbaues im zähen, 
lehmigen und lettigen Boden statt des Aufhackens schon vielfach 
in Anwendung begriffen, und werden selbst von dem Eisenbalm 
ingenieur die Fortschritte des Dampfpflügensmit fachlichem Interesse 
verfolgt. 
Das Pflügen selbst ist jedoch nur eine einzelne Stufe in der 
ganzen Arbeit der Gewinnung, und hat man bekanntlich vielfach 
sich mit Maschinen befasst, welche, nach dem Vorbilde des Fluss 
bagger, alle drei vorgenannten Stadien der Gewinnung im trockenen 
Erdreiche durchlaufen ; wir weisen auf die Maschinen von Wickham, 
Gervais, Bauer, Provines, Cave undCIaparede, Beardlei, Drevigthick, 
Sage und Alger, Story und Lynde, ferner auf die Excavateurs von 
Dirnbar, Woodford, Couvreux, besonders aber auf den Apparat von 
Pluchets hin, welcher in der „Wiener Bauzeitung“, 1860, pag. 116, 
sowie auf einen anderen Apparat hin, welcher in demselben Jahr 
gange, pag. 24, dargestellt ist. 
Vergleicht man mit diesen Apparaten jene, welche bei der 
Wiener Donauregulirung ais Trockenbagger angewendet wurden, 
so gelangt man zu der Erkenntniss, dass zweierlei Constructions- 
arten vertreten sind.
	        
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