III. Erd- und Feldarbeiten.
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Der jüngste Fortschritt in der Sprengstofferzeugung, der
besonders für die Sicherheit im Transporte während der Magazinage
und für Unterwassersprengungen von hoher Wichtigkeit ist,
wurde 1870 von dem österreichischen Geniehauptmanne J. Trauzl
gemacht. Er fand, dass eine kräftige Detonationszündung die
Eigenschaft besitze, noch Sprengstoffe zur Explosion zu bringen,
wenn denselben auch durch Beimengung von bestimmten Stoffen
(Wasser, Glycerin, wasserhaltige Salze etc.) die Zündfähigkeit
(Brennfähigkeit) vollkommen benommen sei; Trauzl fand auch
gleichzeitig, dass bestimmte organische Aufsaugstoffe mit Nitroglycerin
getränkt, in Wasser vollkommen unverändert bleiben.
Professor Abel verwerthete Trauzls Entdeckung für Schiesswolle,
indem er diese mit 15 bis 20 °/ 0 Wasser anwandte und dadurch
den gefährlichenTrockenprocess ersparte; Trauzl selbst ersetzte das
Nobel’sche Kieselguhrdynamit durch das Cellulosedynamit, welches
jenes bei gleichem Preise an Kraft übertrifft, vollständige Sicherheit
bei Verwendung in Wasser oder nassem Gestein besitzt und
sich im nassen Zustande transportiren und aufbewahren lässt.
Für die Sprengtechnik kommen also heute ausser dem alten
Schwarzpulver noch die verschiedenen Dynamite und für specielle,
insbesondere bestimmte militärische Zwecke (Torpedos) die Schiesswolle
in Betracht.
In dem ganzen, höchst schwierigen Einführungsprocesse des
Dynamites haben sich unsere Landsleute, die Herren Mahler und
Eschenbacher und die Ingenieure Trauzl, Lauer und R. v. Pischof
grosse Verdienste erworben, und sind namentlich die schriftstellerischen
Leistungen des Herrn Trauzl bahnbrechend gewesen.
Es erübrigt uns nun noch hier, wo es sich darum handelt, die
Fortschritte in unserem Fache zu kennzeichnen, eine Vorführung
zahlenmässiger, übersichtlicher Resultate zu geben, welche mit dem
Sprengstoffe „Dynamit“ gewonnen wurden.
Bekanntlich gebührt Oesterreich das Verdienst der eigentlichen
Einführung des Dynamites in die Praxis der Sprengarbeit, und
ist es insbesondere der gegenwärtige k. k. Hofrath R. v. Pischof ge.
wesen, welcher seinerzeit beim Baue der Wien-Brttnner Linie der
Staatsbahn, im Aufträge des Baudirectors R. v. Ruppert, die
eisten ausgedehnten Vergleichsversuche zwischen Dynamit und