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Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

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III.  Erd-  und  Feharbeiten.

inBerührung;  es  wird  damit  der  Riegel  b  zurückgeschoben,  wodurch
der  Verschluss  k  zum  Niederfalle  gelangt;  hierdurch  klappt  sich
die  Schere  d  auf,  und  es  fallen  die  Bodenklappen  des  Wagens  ff
herab  bis  zur  Lage  ff";  der  Wagen  ist  also  entleert.
Das  Zu  machen  des  Bodenverschlusses  geschieht  wiederum
automatisch.  Da  nämlich  die  Wagenbügel  C  immer  mit  dem  Seile
kreisen,  so  muss  ein  Punkt  eintreten,  wo  ein  solcher  Wagenbügel
den  herabgefallenen  Riegelring  i  fängt.
Weil  nun  das  Seil  beim  Leergange  von  R'  nach  R  eine  aufsteigende
  Tendenz  hat,  so  wird  dieser  successive  Höhergang  des
Bügels  auch  die  Schere  d  wieder  heben  ;  dieses  Heben  bringt  die
Scherenklappen  und  die  an  ihren  Enden  hängenden  Bodenklappen
wieder  zum  Zusammenzuge,  respective  zum  Wagenschlusse.  Damit
dieser  Verschluss  jedoch  versichert  werde,  schiebt  sich  der  Riegel  b
wieder  ein,  und  zwar  vermöge  der  Federung  der  Klinke  h.
Erfahrungen  mit  diesem  Bremsbergsysteme  sind  uns  nicht
bekannt  geworden;  man  kann  jedoch  dem  Erfinder  Uber  die  sinnreiche ­
  Anordnung  des  Details  seine  Anerkennung  nicht  versagen.
§.  6.  Schwebende  Bahnen  aus  starren  Schienen.
Derlei  Eisenbahnen,  oft  auch  Hängebahnen  genannt,haben
mit  den  Seilbahnen  Das  gemeinsam,  dass  das  Geleise  durch  die
Luft  gestreckt  ist  und  die  Wagen  von  dem  Geleise  herniederhängen;
sie  unterscheiden  sich  aber  von  den  Seilbahnen  wesentlich  durch
die  Starrheit  ihres  Geleises.
Die  Gattung  dieser  starrgeleisigen,  schwebenden  Eisenbahnen
ist  schon  alt,  sie  ist  jedoch  neuestens  durch  die  Verfeinerung  der
Seilbahn  wieder  in  den  Vordergrund  gedrängt  worden,  und  man
kann  nicht  umhin,  ihr  bei  bestimmten  localen  Vorkommnissen  eine
grosse  Berechtigung  desshalb  zuzusprechen,  weil  die  Unterbaukosten
einer  solchen  Bahn  gering  und  Fälle  denkbar  sind,  wo  das  in  Rede
stehende  System  gerade  beim  Erd  baue  (auch  als  Hilfsbahn  beim
Eisenbahnbaue  überhaupt)  von  grossem  Vortheile  ist.
Diese  Ansicht  war  auf  der  Wiener  Weltausstellung  auch  dadurch ­
  zum  Ausdrucke  gebracht,  dass  durch  einige  Objecte  dieser
Gegenstand  lebhaft  verfolgt  wurde.
            
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