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MAK

Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

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TV.  Aussergewöhnliche  Unterbauten.

Die  unregelmässig  aufgeschüttete,  südliche  Böschung  litt  von
dem  Wellenschläge  erheblich;  derselbe  gestaltete  sie  acht-  bis  zehnfiissig,
  und  wurde  die  Dammböschung  nach  dem  vorgeschriebenen
Profile  erst  später  geschüttet.
Die  Enden  des  Deiches,  also  die  Deichköpfe,  die  an  den  gegenüberliegenden ­
  Ufern  des  Fahrwassers  und  der  Stromrinne  auf  den
schon  früher  erwähnten  Senkstücken  lagerten,  mussten  durch  eine
feste  Verkleidung  aus  Thon,  Faschinen  und  Stein  gegen  die  Flutliströmung
  gesichert  werden,  denn  dieselbe  arbeitete  an  den  Köpfen
des  Deiches  mit  einer  Geschwindigkeit  von  1  '/ 2  bis  2  Meter  per
Secunde.
Die  Fluth  selbst  wurde  von  dem  Deiche  0- 15  bis  0- J8  Meter
aufgestaut.
Es  entstand  dadurch  an  der  unbefestigten,  südlichen  Böschung
eine  Lateralströmung,  welche  jedoch  dadurch  unschädlich  gemacht
wurde,  dass  man  in  der  Nähe  der  Ufer  des  Fahrwassers  und  rechtwinklig ­
  auf  die  Richtung  des  Deiches  Thondämme  ausbaute,  welche
gleichzeitig  die  Sandanschüttung  festigten.
Man  war  nunmehr  zu  dem  schwierigsten  Acte  der  Bauherstellung, ­
  nämlich  zu  der  Absperrung  der  Fahrstrasse  und  der  Stromrinne ­
  gelangt.
Die  Deichschüttung  im  Bereiche  der  Stromrinne  bot  noch  keine
allzugrosse  Schwierigkeit,  weil  diese  Rinne  zu  jeder  Ebbe  längere
Zeit  trocken  lag,  der  Zutritt  also  periodisch  gestattet  war.  Man
musste  nun  daselbst  die  Arbeit  derartig  vornehmen,  dass  jede
kommende  Fluth  Material  vorfand,  welches  der  Wegspülung
widerstand.
Zu  diesem  Ende  wurden  die  schon  früher  erwähnten  auf  der
Sohle  liegenden  Senkstücke  (grosse  Tafeln  aus  Faschinen  mit  Steinbeschwerung, ­
  deren  Beschreibung  wir  weiter  unten  bei  einem  andern
Ausstellungsobjecte  bringen  werden)  in  der  ganzen  Ausdehnung
der  künftigen  Dammbasis  mit  Thon  bedeckt  und  auf  diesen,  bevor
die  Fluth  ankam,  ein  neues  Senkstück  gelegt,  welches  einen
genügenden  Steinballast  erhielt.
Vor  jeder  Fluth  wurde  derartig  vorgegangen  und  nur  zuweilen
der  Thon  statt  mit  Senkstücken  gegen  das  Fortspülen,  durch  fest-
            
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