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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

2. Dammherstellungen im Winter. 
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gelegte Faschinenschichten (Decklagen), die mit Steinreihen und 
Zäunen gesichert waren, geschützt. 
Man gewann solchergestalt die Höhe des Dammes bis zu einer 
Kronenbreite von 8 Metern und bis zur Marke der Viertelmondsfluth 
und konnte nun auf diese Krone einen Thondeich (Kade) legen, 
welcher am 1. Juni 1867 fertiggestellt war und 1 Meter über die 
Springfluthhöhe reichte; er war in seiner Krone 2‘/ t Meter breit, 
auf der nördlichen Böschung durch eine Faschinenverkleidung 
geschützt und hatte daselbst eine zweifüssige Anlage, während die 
südliche Böschung nur l’^füssig war. 
Nunmehr gelangte man zu der Arbeit des letzten Verschlusses, 
nämlich zur Absperrung des Fahrwassers. 
Diese Arbeit wurde auf ebendieselbe Art, nämlich durch 
abwechselnde Lagen von Thon und von Faschinenstücken, jedoch 
mit den Modificationen durchgeführt, dass die Senkstücke weit 
mehr Steinballast als früher erhielten, und dass sie treppen 
förmig gegen die letzte Verschlussstelle zu angeordnet wurden. 
Es wurde also auf diese Weise vorerst ein Faschinendamm 
im Wasser aufgebaut, der nur einen Tlieil des Profiles des 
kommenden Eisenbahndammes ausfüllte. 
Dieser Faschinendamm, eine Fortsetzung, respective Ver 
bindung der früheren Faschinendämme, war solchergestalt erst bis 
ungefähr zur Fluthhöhe aufgeführt, während die schon früher 
beschriebenen Anschlusspartien von den beiderseitigen Ufern schon 
bis über die Springfluthhöhe aufgebaut waren. 
ln Folge dieses Bauverfahrens wurde derjenige Theil des Ver 
schlusswerkes, welcher der kräftigen Fluthströmung ausgesetzt war, 
die in diesem Stadium des Baues mit einem Gefälle von 0‘3 bis 
0*35 Meter über den werdenden Dammtheil stürzte, allmälig kürzer 
und geringer tief, so dass das letzte hingelegte Senkstück nur mit 
einer geringen Wasserpartie zu kämpfen hatte und mit diesem 
Senkstücke auch die definitive Kronenlinie hergestellt war. 
Es geschah dies am 1. Juli 1867, an welchem Tage die 
Strömung von der Wester- nach der Osterschelde aufhörte. 
Der unter dem Schutze dieses südseits liegenden Faschinen 
dammes entstehende Erddamm, welcher höher lag, wurde von der 
offenen Nordseite stark vom Wasser bespült und desshalb an seinen
	        
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