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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

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I\. Außergewöhnliche Unterbauten. 
Köpfen durch eine vorausgeschüttete Steinreihe geschützt, welche 
die nördliche Böschung des Deiches bildete, während die südliche 
durch Thonlagen geschützt wurde. 
Die Herbeischaffung des Lehm- und Sandmateriales zur Bil 
dung des Dammes, sowie desThones zum Schutze desselben geschah 
vorerst theils mittelst Schiebkarren, theils mittelst Nachen, theils 
mittelst Rollbahn und schliesslich mittelst Locomotiven aus den 
weiten Entfernungen. 
. Als der «Auftrag“ im Fahrwasser etwa 6 Meter hoch war, 
wich der moorige Untergrund der Last, und rutschte derselbe über 
eine unter ihm befindliche schlüpfrige Thonschicht („spir“) 3.. Meter 
südwärts derartig aus, dass der Faschinendamm der Bewegung folgte 
entzweibrach und das Erdplanum 3 Meter tief versank. 
Man begegnete diesem widrigen Ereignisse durch die Vor 
nahme einer schweren Belastung der unteren Faschinenpartien 
mittelst Steinen und Thon, stellte dadurch das Gleichgewicht her 
und füllte das Planum wieder auf, ohne dass bis jetzt weitere 
schädliche Rutschungen bemerkt wurden. 
Im April 1868 war alle Füllungserde an Ort und Stelle ge 
bracht; es wurden nunmehr die noch fehlenden Faschinen-, Thon- 
und Rasenbewehrungen angebracht und wurde das schwierige Bau 
werk des Scheldedammes am 15 Juli 1868 vollständig vollendet. 
Seit dieser Zeit hat der Damm wiederholt hohe Sturmfluthen 
ausgehalten, ohne den geringsten Schaden zu nehmen. 
Zwei Jahre nach seiner Vollendung betrug die Setzung des- 
Dammes zwischen 5 bis 6° 0 seiner Höhe. 
Bemerkt mag noch werden, dass die Wasserstandsbeob 
achtungen nach vollendeter Abdämmung die richtige ermittelte Lage 
des Dammes desshalb erwiesen, weil sich der höchste Wasserstand 
zu beiden Seiten des Dammes gleichzeitig bildete und das 
Wasser der Osterschelde am Damme um 38 Centimeter niedriger 
blieb, als das Fluthwasser der Westerschelde. 
2. Eisenbahudamin durch das Sloe. 
Verdient schon die Abdämmung der Osterschelde die Auf 
merksamkeit der Ingenieure, so ist dies noch weit mehr bei der 
Herstellung des Dammes der Eisenbahn nach Vlissingen durch das
	        
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