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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

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I\. A lasser gewöhnliche Unterbauten. 
Auf die Sohlenverkleidung und innerhalb des Profiles des 
projectirten Faschinendammes, also einen Theil dieses Dammes 
bildend, wurde eine zweite Schicht Faschinenplatten versenkt, 
damit die beschädigten Stellen der ersten Lage vollkommen ge 
sichert seien. 
Hierauf wurde der Aufbau des Faschinendammes von den 
Wem nach der Miffe zu und von der Sohle herauf mit allem mög 
lichen Kraftaufwande vorgenommen und konnte man tkatsächlich 
bereits am 14. Juni (bei niedrigem Wasserstande) trockenen Fusses 
Uber das Sloe schreiten. 
Noch bevor der Schluss des Faschinendammes bis zur Höhe 
der Ebbe gediehen war, hatte man begonnen, vom Ufer aus auf ihm 
einen Packwerksdamm (Faschinen, Thon und Stein) mit 10 bis 11 
Meter Basisbreite aufzuführen. 
Dieser Packwerkdamm wurde nun gegen die Mitte treppen 
förmig vorgestreckt und schliesslich bis zurFluthhöhe, anschliessend 
an die früheren Uferdämme, hervorgebracht. 
Jede Lage, welche zur Ebbezeit gemacht wurde, war auch 
zurFluthzeit schon befestiget, und nahm man vor keiner Fluth mehr 
Arbeit in Angriff, als man bis zu ihrem Eintritte bewältigen konnte. 
Auf diesen Packwerksdamm wurde gleichzeitig der dritte 
Aufbau errichtet, nämlich ein kleinesThondämmchen(Kade), welches 
2 Meter über die Flnthhöhe ragte. Unterdess hatte der niedrigste 
Theil des Packwerksdammes am 12. Juli die Springfluthhöhe er- 
1 eicht, und hotte von diesem Tage an jeder Wasserzufluss aus der 
Westerschelde in das Zuidvliet auf. 
M enige 1 age nach dieser gänzlichen Schliessung des Fahr 
wassers wurde auch der Thondamm zusammengebracht und erhielt, 
man nun eine ununterbrochene Kehrung bis zur Höhe der Sommer- 
sturmfluthen. 
Die letzten Schliessungen des Packwerkes waren die schwie 
rigsten Arbeiten, denn die Strömung erreichte auf einer Strombreite 
von 140 Meter eine Geschwindigkeit von 3' /2 Meter und stürzte 
das Wasser mit 1 Meter Gefälle über. 
Der Strom wälzte 40 bis 60 Kilogramm schwere Steine vom 
Packwerke herab, falls dieselben nicht durch eigens zu diesem 
Zwecke eingerammte Pfähle festgehalten waren, und stürzte der-
	        
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