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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

2. DammherStellungen im Wasser. 
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artig schäumend und brausend durch die letzte Oeffnung, dass die 
unterhalb liegende ausgedehnte Wasserfläche bis auf eine Ent 
fernung von 400 Metern vom Damme aufgeregt wurde. 
Diese heftige Strömung verursachte wiederholt Schaden und 
die Auswaschung eines Kolkes, wurde jedoch schliesslich besiegt. 
Nach der gänzlichen Schliessung des Fahrwassers wurde eine 
Dienstbahn errichtet und nun das Füllmaterial mittelst Locomotive 
herbeigeführt. 
In Folge des nachgiebigen Dammmateriales und seiner grossen 
Höhe musste der oberste Thondamm wiederholt erhöht werden und 
ragte er bei der hohen Springfluth am 20. Juli nur [ / i Meter aus 
dem Wasser heraus; erhielt trotzdem Stand, wiewohl der Wasser 
unterschied 0- 6 Meter betrug. 
Der lehmige Sand des Füllmateriales des Vollprofiles, 
welcher im Trockenen eine steile Böschung bildete, zerrann im 
Wasser bis zu einer 8füssigen Böschungsanlage, und verloren die 
Massen oft plötzlich das Gleichgewicht; es entstanden daher 
Rutschungen, unter denen jene am 8. September die ausgedehn 
teste war. 
An diesem Tage schoben in 40 Meter Dammlänge plötzlich 
an circa 3000 Kubikmeter in die Tiefe und das Wasser drang auf 
20 Meter Distanz in das Innere des Dammes, unterhöhlte die 
Diensthahn und brachte dieselbe zum Sinken. 
Die gute Versicherung der Sohle und die Festigkeit des 
Faschinendammes verhinderten jedoch einen Durchbruch und 
unterstützten die Arbeit der Nachfüllung, welche vermittelst des 
Locomotivtransportes schnell und ausgiebig erfolgen konnte. 
Die Anschüttung der südlichen Böschung aus dem sandigen 
Material geschah schichtenweise, wie dies aus dem Profile auf 
Tafel 3 zu ersehen ist, und wurde jedesmal des Kopf einer solchen 
Schicht durch versenkte Faschinenenplatten gesichert, welche 
Platten wiederum, wie die Ziegel auf dem Dache über einander 
klappten und derart die Böschungswehr bildeten. 
Die ganze flache Böschung nahm alsdann den Charakter 
eines festen Strandes an. 
Die steilere Nordböschung wurde durch eine Steinverkleidung 
geschützt, und war am 21. December 1871 der ganze Damm derart
	        
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