2. DammherStellungen im Wasser.
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Dämme durch solche abwechselnde Lagen von Stein und von
Senktafeln, festgehalten durch biegsame hölzerne Nägel, bis zum
Niederwasser aufgebaut waren, erhielten sie ihren äusseren Schutz
durch einen Steinwurf aus Basalt, welcher Steinwurf zugleich
die Böschung bildete. Eine weitere Befestigung des Dammmateriales
unter sich wurde durch eingerammtes Pilotenwerk erzielt,
welches zugleich den Eisenbahnoberbau gegen Senkungen
und gegen die Springfluthen schützt, wie das Figuren 5, 6 und 7
näher verdeutlichen.
Die Köpfe der Dämme sind durch Pfahlreihen versichert,
welche mit Steinen verworfen werden. Der Steinwurf besteht aus
Blöcken von 10 bis 20 Centner Gewicht.
Der südliche Seedamm ist 1150 Meter lang, hat eine normale
Kronenbreite von 5 Metern und eine Erweiterung am Kopfe von
10 Metern; dieser Kopf (vergleiche Figur 3 und 5 auf Blatt 5) ist
durch eine zwei- bis dreifache Pfahlreihe geschützt, welche 3 Meter
Uber Niederwasser emporragt. Auf diesem Plateau ist ein Liclitsignal
angebracht.
Der nördliche Damm hat eine Normalbreite von 9 Metern in
der Höhe, von 1 Meter über dem mittleren Wasser.
Die Köpfe der Planken sind mit Zink beschlagen, während
die Schoorpfähle zum Schutze gegen den Seewurm mit Wurmnägeln
beschlagen sind. Die Erfahrung hat gelehrt, dass die ganze
Dammanlage den heftigsten Stürmen wiederstand. Bei diesen
Stürmen wurden der Winddruck auf 125 Kilogramm und der
Wasserdruck auf 12.500 Kilogramm per Quadratmeter geschätzt
und elementare Aeusserungen beobachtet, welche in der zeitweiligen
Fortspülung von 40 Centner schweren Steinen um viele
Meter weit bestanden. Die Festigkeit solcher Faschinendämme
bewährt sich besonders auf sandigem Seeboden, woselbst der
Seesand in alle Hohlräume dringt und dort mörtelartig wirkt.
Es wird nicht uninteressant sein, einige Materialpreise
kennen zu lernen, welche bei dieser Dammherstellung bezahlt
wurden.
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