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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

3. Hölzerner Unterbau im Wasser. 
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Am rechten Donauufer konnte die Einfassung der Uferrampe 
durch Abschlussdämme in Rücksicht auf den unregelmässigen Zu 
stand des Stromes an der Uebergangsstelle nicht vorgenommen 
werden; es musste daher die Trajectrampe im offenen Strome an 
gelegt werden, und veranlasste die Herstellung dieser, in das 
Donauwasser ragenden Rampen, schon an und für sich ausser- 
gewöhnliche Schwierigkeiten. 
Erhöht wurden diese Schwierigkeiten durch die sehr be 
deutenden Höhenunterschiede (7-i Meter) des Wasserstandes in der 
Donau während der Bauzeit, durch die grosse Stromgeschwindig 
keit und durch die Beschaffenheit des sandigen Untergrundes. 
Dazu kam noch, dass ein grosser Theil der Rampe mittelst 
Taucherarbeit ausgeführt werden musste, die wegen der fortreissen 
den Gewalt des Wassers und wegen der Trübung desselben so 
schwierig war, dass die Taucher angebunden werden mussten, ihre 
Arbeiten nur nach dem Herumtasten vornehmen konnten, und dass 
das Tauchen von den Arbeitern oftmals verweigert, also von den 
Ingenieuren zuweilen selbst, als Beispiel der Aufmunterung, vorge 
nommen werden musste, wie denn bei dieser schwierigen Arbeit die 
Ingenieure überhaupt auch Taucherdienst, zum Zwecke der An 
ordnungen , welche unter Wasser zu geben waren, verrichten 
mussten. 
Man wendete in der Construction des Unterbaues der Rampen 
drei Systeme (vergleiche Tafel 1) an, nämlich das System I für die 
Strecke zwischen Hochwasser und Mittelwasser, das System II für 
die Strecke zwischen Mittelwasser-Nullwasser, und das System III 
für die Strecke zwischen Nullwasser-Rampenfussende. 
Die Systeme II und III, welche am schwierigsten auszuführen 
waren, hatten am rechten Ufer für jede der zwei getrennten Fahr 
strassen eineLänge von 280Metern, am linken Ufer eine solche von 
240 Metern; bei Hochwasser liegen die Rampen in circa 485 Meter, 
respective 400 Metern Länge un ter Wasser. 
Die Construction des Unterbaues ist aus den Zeichnungen zur 
Genüge erkenntlich. 
Bezüglich der Specialausführung, bei welcher, unter der Ober 
leitung des Baudirectors Herz, dessen Stellvertreters Paulus und 
Oberiugenieurs Ritter, der Sectionsingenieur Seeberg und die In-
	        
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