3. Hölzerner Unterbau im Wasser.
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Am rechten Donauufer konnte die Einfassung der Uferrampe
durch Abschlussdämme in Rücksicht auf den unregelmässigen Zu
stand des Stromes an der Uebergangsstelle nicht vorgenommen
werden; es musste daher die Trajectrampe im offenen Strome an
gelegt werden, und veranlasste die Herstellung dieser, in das
Donauwasser ragenden Rampen, schon an und für sich ausser-
gewöhnliche Schwierigkeiten.
Erhöht wurden diese Schwierigkeiten durch die sehr be
deutenden Höhenunterschiede (7-i Meter) des Wasserstandes in der
Donau während der Bauzeit, durch die grosse Stromgeschwindig
keit und durch die Beschaffenheit des sandigen Untergrundes.
Dazu kam noch, dass ein grosser Theil der Rampe mittelst
Taucherarbeit ausgeführt werden musste, die wegen der fortreissen
den Gewalt des Wassers und wegen der Trübung desselben so
schwierig war, dass die Taucher angebunden werden mussten, ihre
Arbeiten nur nach dem Herumtasten vornehmen konnten, und dass
das Tauchen von den Arbeitern oftmals verweigert, also von den
Ingenieuren zuweilen selbst, als Beispiel der Aufmunterung, vorge
nommen werden musste, wie denn bei dieser schwierigen Arbeit die
Ingenieure überhaupt auch Taucherdienst, zum Zwecke der An
ordnungen , welche unter Wasser zu geben waren, verrichten
mussten.
Man wendete in der Construction des Unterbaues der Rampen
drei Systeme (vergleiche Tafel 1) an, nämlich das System I für die
Strecke zwischen Hochwasser und Mittelwasser, das System II für
die Strecke zwischen Mittelwasser-Nullwasser, und das System III
für die Strecke zwischen Nullwasser-Rampenfussende.
Die Systeme II und III, welche am schwierigsten auszuführen
waren, hatten am rechten Ufer für jede der zwei getrennten Fahr
strassen eineLänge von 280Metern, am linken Ufer eine solche von
240 Metern; bei Hochwasser liegen die Rampen in circa 485 Meter,
respective 400 Metern Länge un ter Wasser.
Die Construction des Unterbaues ist aus den Zeichnungen zur
Genüge erkenntlich.
Bezüglich der Specialausführung, bei welcher, unter der Ober
leitung des Baudirectors Herz, dessen Stellvertreters Paulus und
Oberiugenieurs Ritter, der Sectionsingenieur Seeberg und die In-