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V. Tunnelbau.
4'/* Zoll bei 2 Zoll Lochweite. DieEpoche machenden Tiefbohrungen
hei Darlington erwiesen bei 4</ a Zoll Lochweite und bei Totalteufen
von 200 bis 836 Fuss einen Fortschritt von 36 Fuss per Woche;
die Bohrung bei Whitehaven im Steinkohlengebirge ergab innerhalb
zwei Monaten schon einen Fortschritt von 600 Fuss; die erste derartige
Tiefbohrung in Deutschland bei Hamm, erregte dadurch, dass
pro lag 14 bis 16 Fuss und in drei Wochen 360 Fuss gebohrt wurden,
ungeheueres Aufsehen; vergrössert wurde das Aufsehen durch
die schon genannte amerikanische Schachtabteufungsmethode nach
dem Systeme Henry Blesant und dem Patente Shelly und Bullok.
Es wurden nach dieser Methode, je nach dem Schachtquerschnitte
bis zu 36 sehr tiefe Löcher abgebohrt und wurden in
einem Schachte gleichzeitig 7 Maschinen in Betrieb gesetzt, deren
jede im Mittel pro 24 Stunden 34 Fuss Bohrloch lieferte; ein Bohrloch.
das Loch Nr. 28, lieferte in vier Tagen sogar 200 Fuss vierzölliges
Bohrloch.
Bezüglich des Schiessens und Abräumens dieser Bohrlöcher
wurde schon bei den ersten Proben durch zwei Häuer, drei Taglöhner
und ein Förderer bei achtstündigem Schichtenwechsel in 19
Arbeitstagen eine Schachtteufe von 76 Fuss erzielt.
Die Praxis dieser immer mehr um sich greifenden Teufe-Methode
bewährt sich ganz besonders in sehr festem Gestein und im Wasser,
und pflegt man 200 bis 300 Fuss zuerst abzubohren, bevor man mit
dem Schiessen beginnt.
Das Bohrloch bei Böhmisch-Brod, das erste in Oesterreich
mittelst Diamanten-Röhrenbohrung geteufte Loch erwies folgende
Resultate:
Die Tiefbohrung bei Böhmisch-Brod ergab Teufe:
Am 10. Juli 1874
» 31. „ „
„ 15. August 1874
313'
593'
n
V
n
n
n
n
31- „ „ • •
15. September 1874
30.
15. October „
28. „
4. November „
‘24.
748'
1.058'
1.200'
1.517'
1.703'
1.860'
2.018'
6"
2"
11”
8"
0”
8”
4"
0"
6"
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