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V. Tunnelbau.
Auf die erreichten Gesammttiefen reducirt und verglichen
mit den berühmten Handbohrungen zu Schöningen und Sperenberg
ergeben sich für vier Diamantbohrungen folgende Gesammtresultate:
Schöningen . .
Sperenberg , .
Ballycloghan . .
Riscain Sitdwales
Böhmisch-Brod .
Rheinfelden . .
Tiefe
Meter
583.9
1.272.2
170
332
698
434
Tage
272
1.583
46
70
196
63
Meter
pro
Tage
2.15
O.so
3.70
4.75
3.53
6.90
Maximum
pro Tag
in Metern
4.84
6.o
10.5
16.7
23.4
3. Freifallinstrument von Spurre für Seilbohren.
(Deutsche Abtheilnng.)
Der Fortschritt des Seilbohrens, welcher sich seit den letzten
zehn Jahren sehr bemerkbar macht und in Deutschland durch Kolb
und Hochstrate, in England durch Mather und Platt und in Serbien
durch Kleritj ganz besonders cultivirt wird, war durch einneues, sehr
sinnreiches, und prämiirtes Instrument von Sparre vertreten, welches,
auf das Fabian’sche Freifallstück basirend, die Torsion des Seiles
durch ein Flügelrad hemmt und die Umsetzung des Meisseis im Wesentlichen
dadurch bewerkstelliget, dass im Innern des Fabian’schen
Stückes gleichsam ein schwerer, langer Cylinder mit dem Auf- und
Niedergange ab-und aufwärts spielt und durch angebrachte schräge,
contiär gestellte Schlitze und in denselben eingreifende Stifte einmal
das I abian sehe Stück mit dem Meissei, das auderemal der genannte
Cylinder mittelbar mit dem Meissei „gesetzt“ wird.
Die praktische Arbeit mit dem Instrumente wird aus Westphalen
sehi geitihmt und scheint den ausgezeichneten Leistungen von
Hochstrate und Mather und Platt, deren höchst interessante Apparate
von Kegel und Wagner in der „Zeitschrift für das Berg-, Hüttenund
Salinenwesen 1873“ näher beschrieben sind, wesentliche Concurrenz
zu bereiten.
Das Verfahren der Letzteren,nach dem Systeme Colin-Mather,
geniesst gegenwärtig in England sehr grosses Ansehen und hat in Mid-