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MAK

Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

3.  Maschinenbohrung.

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\Air  werden  nun  im  Folgenden  eine  Beschreibung  der  ausgestellten ­
  Bohrmaschinen  geben,  sind  jedoch  genöthiget,  diese  Beschreibung ­
  auch  aut  einige  hervorragende  andere,  nicht  ausgestellt
gewesene  Bohrmaschinensysteme,  selbst  jene  der  neuesten  Zeit  auszudehnen, ­
  weil  uns  ein  genereller  Ueberblick  der  Hauptsysteme  als
nothwendig  erscheint,  um  a)  den  Gesammtfortschritt  auf  dem  Gebiete ­
  der  Maschinenbohrung  erkenntlich  machen  und  b)  den  ausgestellt ­
  gewesenen  Objecten  die  technische  Bangstufung  in  diesem
Fache  ermöglichen  zu  können.
§.  3.  Beschreibung  der  hauptsächlichsten  Bohrmaschinensysteme.
Ebenso,  wie  der  Bau  des  Mont-Cenis-Tunnels  die  eigentliche
Ursache  zum  werkthätigen  Aufgreifen  der  Bohrmaschinenarbeit
überhaupt  war,  ist  es  auch  die  Durchführung  dieses  Riesenbaues
gewesen,  welche  die  Entwickelung  dieser  Disciplin  des  Maschinenwesenswesentlichgefördert ­
  hat.  Diese  Förderung  trat  schon  während ­
  dieses  Tunnelbaues  vehement  auf  und  eharakterisirte  sich  vornehmlich ­
  auf  der  vorletzten  Weltausstellung,  jener  von  Paris  1867.
Unter  den  damaligen  Maschinen  sind  es  besonders  die  Systeme  von
Schuhmann,  Schwarzkopff,  Bartlett,  Sommeiller-  Grattoni-Grandis,
  dann  die  Maschinensysteme  von  Haupt  in  Philadelphia,  von  de
la  Roche-Tolay  und  Perrot,  von  Tigler  in  Ruhrort,  Bergström  in
Persberg,  Donking  in  London  und  von  Sachs  in  Altenberg  gewesen,
welche  die  Techniker  am  Ende  der  Sechziger  Jahre  auf  das  lebhafteste ­
  beschäftiget  haben.
Seit  dieser  Zeit  hat  die  maschinelle  Bohrarbeit  eine  ausserordentliche ­
  Ausdehnung  und  grosse  Sesshaftigkeit  im  Bergbaue
(hier  erleichtert  durch  die  Vorfindlichkeit  von  Motoren  auf  der  Grube)
wie  auch  im  Tunnelbaue  erlangt,  dessen  Forderungen  der  ZeitkUrzung
  oft  das  Moment  des  Preises  überwiegen.
Die  Stofffülle  der  Ideen  auf  dem  Gebiete  der  maschinellen
Gesteinsbohrung  ist  uns  1874  und  1875  durch  die  ausserordentlich
verdienstvollen  Generalübersichten  von  C.  A.  Angström,  von  Dr.  A.
Gurlt  und  von  Dr.  Hartig  in  Dresden  am  markantesten  vorgeführt
worden  und  die  im  Jahre  1866  allein  in  England  patentirten  91
Gesteinsbohrmaschinen  verschiedener  Art  sind  seitdem  nicht  nur

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