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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

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V. Tunnelbau. 
Apparat setzt also, wie früher, den Bohrer während 
seines Spieles. 
c) Vordringen des Bohrers. 
Dieses Vordringen erfolgt, wie schon er 
wähnt, automatisch. Wir bemerken in der Figur 18 
vor dem soeben beschriebenen Arbeitscylinder, 
welcher den Bohrerkolben n enthält, einen anderen 
langen Cylinder, welcher der Vorschiebecylinder 
oder, nach Ferroux, Propulseur genannt werden 
kann. In diesem Vorschiebecylinder befindet sich 
eine hohle Kolbenstange o, an deren rückwär 
tigem Ende der Vorschiebekolben P angebracht ist, welche 
vermittelst einer Stopfbüchse durch den vorderen Cylinderdeckel 
geht; und welche (die hohle Kolbenstange) an ihrem vordersten 
Ende durch Einschraubung den ganzen, oben beschriebenen Bohr- 
meisselmechanismus trägt. Schiebt sich also diese hohle Kolben 
stange vor, so muss sich auch dieser Bohrmeisseimechanismus 
sammt dem Excenter e entlang dem Führungsbalken m, respective 
entlang der Rotationswelle w vorwärtsbewegen; schiebt sie sich 
p. 20 (die hohle Kolbenstange) rück 
wärts, so wird auch der ganze 
Bohrmeisseimechanismus in die 
Rückbewegung versetzt. Wir 
schalten hier ein, dass die Hohl 
heit der Kolbenstange o vor 
zugsweise den Zweck hat, dem Bohrmeisseimechanismus die zum 
Betriebe nöthige comprimirte Luft zuzuführen. Die vor dem Vor 
schiebekolben P eintretende comprimirte Luft strebt also nicht nur 
dem Bohrmeisseimechanismus zu, sondern presst den Vorschiebe 
kolben, also diesen Mechanismus immer nach vorwärts. 
Seinen Halt in diesem Vorwärtsdrange findet aber dieser Vor 
schiebekolben, also auch der Bohrmeisseimechanismus durch Gabel 
zinken h (Figur 20), welche sich vor verticale Zähne stemmen, 
die an den Leitstangen m angebracht sind. 
Soll nun das Vorwärtsschieben eintreten, so muss zuvor diese 
Versperrung ausgelöst werden, und findet dies in folgender Weise
	        
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