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V. T unnelbau.
Rückgang, so öffnet sich wieder c, die comprimirte Luft dringt wie
der rückwärts des Kolbens ein, die Scheibe n wird also von beiden
Seiten mit comprimirter Luft umspült, demnach wieder frei und
kann vermittelst des Trilles um ein neues Setzemaass gedreht werden.
Die Vor- und Rückwärtsbewegung dieser Maschine erfolgt
durch Handbetrieb ; auch ordnet Reynold eine besondere Polsterung
m, o, m an.
Endlich muss hier noch bemerkt werden, dass nach Dr. Gurlt
John Darlington bereits vor G. Reynold die Sperrung der Trillstange
durch Luftdruck auf die Scheibe n angewendet, jedoch als unzweck
mässig wieder verworfen hat.
Diese Erklärung Dr. Gurlts stempelt allerdings die Rey-
nold’sche Maschine zu einer Copie der Darlington’schen.
13. System Cranston.
DieseBohrmaschineisteine der neuesten und im„Engineering“
vom Februar 1876 näher beschrieben und dort durch Zeichnungen
erläutert. Sie ähnelt in Bezug auf dieAnordnung der Schiebersteue
rung ungemein dem Systeme Burleigh, verwendet zum Umsetzen
eine geriefte Stange und ein Sperrrad; das automatische Vorrücken
geschieht ebenfalls mit Hilfe eines Sperrrades.
14. System Warsop.
Diese Maschine ist im ,.Engineer“, Jänner 1875, und in der
„Berg- und Hüttenmännischen Zeitung“, 1875, näher beschrieben
und dort durch Zeichnungen erläutert; sie ist insoferne von geringer
Wichtigkeit, als der Vortrieb und das Umsetzen des Bohrers durch
Zahnradübersetzung vermittelst Handkurbel erzielt wird und die
Maschine das Rammenprincip einschlägt. Es wird nämlich durch
Dampf oder comprimirte Luft der Kolben zwischen Leitstangen,
also ohne Drehung, bewegt, wodurch ein Stoss auf eine Art Ambos
erzeugt wird, in welchem der Bohrer festgekeilt ist. Tangyc
Brothers und Rake in Newcastle haben solche Maschinen gebaut,
welche bei 44- 5 Millimeter Durchmesser des Bohrloches und 1- J25
Kilogramm Druck pro Quadratcentimeter 914 Millimeter tief pro
Stunde in harten Granit eindrangen.