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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

V. Tunnelbau. 
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Widerstand gegen die durch die Bohrmaschine erzeugten Vibra 
tionen. ferner die Bedingung der Oertlichkeit. an welcher die Ma 
schinenarbeit durchzufUhren ist. ferner die Universalität der Bohr 
lochrichtung, und endlich die Nothwendigkeit, öfters eine grössere 
Zahl von Maschinen in einem beengten Baume unterbringen zu 
können: dies sind Factoren, welche die Lösung der Frage nach ei 
nem besten Gestelle ganz ungemein compliciren. In der That sind 
aus Grund dieser Factoren sehr verschiedenartige Ideengestaltungen 
zu Tage getreten, und wenn wir uns bemühen, dieselben zu classi- 
ficiren, so vermögen wir die sämmtlichen bis jetzt vorhandenen Ge 
stelle in fünf Hauptkategorien zu theilen, nämlich: 1. Handgestelle, 
2. Balkengestelle, 3. einfache Säulengestelle, 4. üreifussgestelle 
und 5. Wagengestelle. 
Mehrere dieser Hauptabtheilungen zerfallen wieder in Unter - 
abtheilungen. 
1. Hainlgestelle. 
Dieselben sind durch einen hantirbaren Rahmen gebildet, 
welcher von dem einzelnen Arbeiter festgehalten und ange 
drückt werden kann und der Bohrmaschine entweder zugleich 
als Schlitten oder als Lagerstätte dient. Derlei Handgestelle die 
nen nur für einzelne Bohrlöcher; als ein Beispiel solcher Ge 
stelle kann das Humboldtgestelle Nr. 378 (aus dem bekannten Pro- 
speete über Gesteinsbohrmaschinen der Actien-Gesellschaft ,,Hum 
boldt“, vormals Sievers & Comp, zu Deutz) betrachtet werden. 
2. Balkengestelle. 
Als solche kann man jene Vorrichtungen bezeichnen, 
welche in einem einfachen, zwischen zwei Gesteinspunkten wag 
recht oder mehr und minder geneigten verspannten Balken, 
sei dieser nun in Holz oder Eisen eonstruirt, bestehen, welche 
Balken zur Aufnahme der einzelnen oder mehreren, und jedes 
mal mit Universalgelenken versehenen Bohrmaschinen dienen. 
Diese Gestelle sind vorzugsweise beim Schachtteufen, beim Stollen 
betriebe und beim Schlitzbetriebe beliebt, namentlich beim Schacht 
betriebe desshalb, weil er Balken in Ketten gehängt, sofort und 
sammt den Bohrmaschinen vor dem Sehiessprocesse in die Höhe
	        
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