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MAK

Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

12.  Förderung.  Ventilation  und  Wasserhaltung.

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§.  3.  Wasserhaltung.
Die  Wasserhaltung  bei  einem  Tunnelbaue  kann  eine  fünffache
Anordnung  erfahren,  je  nachdem  man:
1.  die  Tagewässer  durch  Gräben,  Planirung  oder  Drainirung
ableitet;
2.  die  unterirdischen  Wässer  durch  den  natürlichen  Lauf  auf
der  Tunnelsohle  zu  Tage  bringt;
3.  im  einfallenden  Vorstollen  den  Wässern  durch  stufenförmige
Hebung  Ausfluss  zu  Tage  verschafft;
4.  die  Wässer  durch  Schächte  während  ihrer  Teufung  und
nach  ihrer  Vollendung  zu  Tage  hebt;  oder
5.  den  Tunnelbau  durch  separate,  ausserhalb  dem  TunnelpT'ofile
  liegende  Parallelstollen  entwässert.
Man  sieht  hieraus,  dass  das  Gebiet  der  Wasserhaltung  bei
einem  Tunnelbaue  ein  sehr  ausgedehntes  ist  und  auch  noch  dadurch
einen  wissenschaftlichen  Zuwachs  erhält,  dass  die  theoretischen
Betrachtungen  über  das  bei  einem  Tunnelbaue  zu  erwartende
Wasserquantum  noch  hinzutreten.
Dieses  hier  skizzirte  Gebiet  hatte  auf  der  Ausstellung  in  denjenigen ­
  Rahmen  welche  für  die  Meteorologie,  für  die  Entwässerung
in  der  Landwirthschaft,  für  die  Wasserhebung  in  der  Hauswirthschaft
  uud  endlich  für  die  Wasserhaltung  in  Bergwerken  gezogen
waren,  eine  ungemein  ausgedehnte  Fülle  von  Vertretung  und  Anwendung, ­

Diese  Ausstellungsobjecte  hier  zu  erwähnen,  erscheint  nicht
als  die  richtige  Aufgabe;  wir  beschränken  uns  vielmehr,  die  auf  der
Ausstellung  diesfalls  gewonnenen  Anregungen  in  den  Erfahrungssätzen ­
  zusammenzufassen,  dass  der  Fortschritt  auf  dem  Gebiete  der
Wasserlosung  in  der  Tunnelbaukunst:
1.  ein  grosses  Augenmerk  auf  die  Ableitung  der  Tagewasser
erheischt;
2.  dass  er  in  wasserreichen  Tunnelbauten  den  Vortrieb  eines
Sohlenstollens  verlangt  ;
3.  dass  die  Herausschaffung  der  Wässer  aus  einfallenden
Strecken  (entlang  dem  Bahngefälle)  auf  weite  Entfernungen  hin  sehr
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