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Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

5.  Die  historische  Entstehung  der  Eisenbahnen.

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werksbahnen  Anlass  zu  weiterem  Sinnen.  Da  stellte  sich  aber  der
Mangel  an  Erfahrung  bezüglich  der  Reibungswiderstände  den  sofortigen ­
  Versuchen,  einen  Dampfwagen  auf  Geleisen  fortzubewegen,
als  zweites,  aber  hier  nur  vermeintliches  Hinderniss  entgegen.  Man
hielt  die  Schienenbahnen  für  zu  glatt  und  gab  theils  wegen  dieses
Dafürhaltens,  theils  wegen  der  Tin  Stabilität  des  Geleises,
theils  wegen  der  Schwere  der  Maschine  fast  alle  Hoffnung  für  ein
Gelingen  der  Dampffahrt  auf  Geleisen  auf;  denn  die  ersten,
schon  oben  kurz  erwähnten  derartigen  Versuche,  welche  die
In  gern'eure  Trevithick  und  Vivian  als  Pionniere  unseres
heutigen  wichtigsten  Culturhebels  1804  auf  der  Merthyr-Tiedvill-Bahn
  in  Süd-Wales  zur  Wegschleppung  der  mit  Roheisen
aus  den  Pen-y-Darrn  Works  beladenen  Wagen  gemacht  hatten,
Versuche,  welche  die  erste  Geleislocomotive  der
staunenden  Welt  präsentirten  und  welche  den  Werdeprocess
  unserer  Loco  motivbahnen  zeugten,  waren  keineswegs ­
  ermunternd  ausgefallen.  Daindess  dieTrivithick’scheMaschine
vom  Jahre  1804  (trotzdem  ihr  noch  das  Blaserohr  fehlte)  eine  Last  von
10  Tonnen  mit  5  englischen  Meilen  Geschwindigkeit  pro  Stunde
fortgezogen  hatte,  so  war  —  wenn  Trevithick  auch  selbst,  und  besonders ­
  weil  er  die  Reibung  (4  flache  Räder)  für  zu  gering  hielt  die
ganze  Sache  für  verloren  gab—doch  mit  diesen  Versuchen  der
Anlass  zu  weiteren  diesfälligen  Unternehmen  gegeben.  Und  während
der  nun  eintretenden  höchst  schwierigen  Periode  für  die  Entwickelung ­
  der  Erfindung  der  Eisenbahnen,  einer  Periode,  in  welcher
die  Mehrzahl  der  englischen  Ingenieure  die  ganze  Sache  für  zwecklos ­
  und  unausführbar  hielten,  waren  es  die  Männer  Chapmann,
Blenkinsop,  Brunton,  Blakett,  Gurny,  Erikson,  Losli  und  G.  Stephenson,
  welche  Uber  diese  Entmuthigung  hinweghalfen  und  durch  die
Unablässigkeit  ihres  Sinnens  den  Kampf  aulnahmen  wider  die
M  e  i  n  u  n  g  e  n  der  M  i  t  m  e  n  s  c  h  e  n  u  n  d  wider  d  a  s  A  n  s  t  e  m  in  e  n
der  Erfahrungsleere.
Es  trat  Blenkinsop  mit  seiner  Zahnstange  am  16.Mai  1811,
Chapmann  zu  Newcastle  1812  mit  seiner  Kette  und  Brunton  1812
mit  seinen  Stützkrücken  für  die  Maschine  (automatische  Beine,
wie  er  sie  nannte)  auf,  und  suchten  dieselben  durch  ihre  Vorrichtungen ­
  das  „Gespenst  der  zu  geringen  Reibung“  zu  beseitigen.
            
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