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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), Erster Band, officieller Ausstellungs-Bericht

1. Die geschieht?. Entwickelung u. d. Culturwerth d. Eisenh. 
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und durch einen Seilzug ersetzt wurden, weil sie das Geleise eben 
falls zu arg angriffen. 
Schon seit der ersten Fahrt mit dem „Mv Lord“ hatte der 
praktische (feist Stephensons die Ueberzeugung gewonnen, dass 
dem neuen Streben nach Gewinnung der Dampffahrt zu Lande vor 
Allem durch ein verbessertes, starres und tragfähiges Geleise ab 
geholfen werden müsse; er bezeichnete die Locomotive und die 
Schienenbahn bezüglich ihrer Zusammengehörigkeit als „Mann und 
M eil)“ und setzte den Zweiflern unter den Technikern und den 
Feinden unter den Fuhrleuten und Canal Schiffern seinen starren 
Math, seine unerschütterliche Ausdauer entgegen und hielt den Seinen 
das seit ihm geschichtlich gewordene Sprichwort „Perseverance“ 
entgegen. Da war es endlich 1820 Sir Berkingshaw zu Bedlington 
gelungen, Schienen von 15 Fass Länge und mit profi lirtem Kopfe 
nach einer Methode zu walzen, welche uns v. Oeynhausen und 
v. Dechen durch Wort und Bild aufbewahrt haben, und erhielt mit 
dieser Erfindung, obschon die satzweise Verstärkung der Schienen 
durch Fischbauchform aus praktischen Gründen ein Mangel war, das 
Gestänge mehr Stabilität, weil es die Zahl der Stösse sofort auf 
ein Drittel herabdrückte. 
Die unterdess im Maschinenbaue durch die Fahrten auf dem 
Killingworther und die später auf dem Hettongeleise gewonnenen 
Erfahrungen kräftigten die Ueberzeugung Stephensons derart, dass 
er im Jahre 1823 dem Concessionsinhaber Sir Edward Peace zu 
Darlington für dessen Schienenweg zwischen diesem Orte und 
Sfocton den Gebrauch seiner „Reisemaschinen“ vorschlug. Peace 
war der zweite Mann der I hat; er und G. Stephenson sahen im 
Geiste den Tag vor Augen, wo die eisernen Pferde auch Menschen 
eilends fortbewegen würden. 
I nd wirklich fuhr Stephenson, der seine Killingworther „Iron 
Horses“, von denen er die letzterbaute Maschine „Blücher“ nannte, 
immer mehr schätzen gelernt und seit zehn Jahren sorgsam gepflegt 
hatte, am 27. September 1825, dem Geburtstage unseres 
modernen Cu lturh ebels, unter dem Jubel seiner Freunde und 
unter dem Spotte Jener, welche gekommen waren, um das Zer 
platzen der Reisemaschine“ mit anzusehen, mit seiner Maschine 
„Experiment“, die 34 Wagen, von denen 6 mit Kohlen, die
	        
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