III. Steinerne Brücken.
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wie solche nach „Gell“ bei Mykene und Philus, bei Metaxidi zwi
schen Pylos und Methone, über den Pamisos in Messenien und bei
Sparta über den Eurotas als Uebergangswerke gedient haben. Da
indess die Kunst zu wölben schon den Aegyptern, den Assyriern und
den Griechen bekannt war, wie dies (nach Rosenthal) die gewölb
ten Gänge neben den Ruinen zu Gournu und die überwölbten Grab
kammern in den Pyramiden zu Saccarab, ferner die Stollenwölbun
gen der Assyrier unter dem Palaste zu Nimrud, des Weiteren (nach
den Forschungen von Hirt) die Wölbungen zurZeit Alexander d. G.,
endlich auch die Nachrichten von Seneca weisen, der nachPosidonius
die Kunst des Steinschnittes dem Democritus aus Thracien (470
bis 302 vor Chr.) zuschreibt: so ist auch anzunehmen, dass die
Wölbekunst auch auf Wegebrücken jener Zeit mehrmals angewen
det wurde, zumal wir in derSalarius-Brücke über den Teverone bej
Rom (600 v. dir.), und in der Sublicius-Brücke in Rom (603 v. Chr.)
zwei hervorragende Denkmale aus dieser Epoche besitzen.
§. 2. Die erste Entfaltung des Brückenbaues.
(336 vor bis 375 nach Chr.)
In diese Zeit fallen die hoch entwickelten Brückenbauten
der Römer, welche vornehmlich durch die Wasserleitungen derAppia
Claudia (312 vor Chr.), Anio vetus (273 vor Chr.), Marcia (146 vor
Chr.), Tepula (127 vor Chr.), Julia (35 vor Chr.) und Virgo (22 vor
Chr.), ferner durch die alten Römerstrassen, obenan durch die Via
Appia, Via Flaminia und Via Aemilia, deren erste unter Appius Clau
dius um 311 v. Chr. entstand, und durch die Ueberbrückungen der
Tiber in Rom repräsentirt werden und welche anregend und
bezüglich der eigentlichen Wölbung und der künstlerischen
Form der Aquäduete mustergiltig sind für alle folgenden Zeiten.
Sehen wir von der angeblich ältesten Wegebrücke Roin’s,
nämlich der 603 vor Chr. unter Ancus Marcius erbauten Sublicius-
brücke ab, welche anfänglich eine hölzerne Brücke war und bau
geschichtliches Interesse nur um dessentwillen hat, weil seit ihrer
Erbauung die Bezeichnung des mit den Brückenbauten beauftragt
gewesenen Priestercollegiums (poutifices) und ihres Oberhauptes
(pontifex maximus) bestehen soll, so müssen die nachfolgenden
Wegebrückenunterdie ältesten im römischen Staate gereiht werden.