III. Steinerne Brücken.
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Ausser den genannten sind noch als ans der Römerzeit stam
mend die Wegebrücken „Ponte mammolo“ über den Teverone, mit
31. 4 Meter Spannweite, Ponte della montana und Ponte lucanus,
letztere im Zuge der Via Tiburtia und eine der ältesten Brücken
Roms; dann die Brücke von Capo Dorso (32., Meter Spannweite),
die drei Brücken von Vicenza (7., Meter, 9. 4 Meter und 29. 2 Meter
Spannweite), ferner die Reste der alten Römerbrücke zu Trier und
die durch ihre Portale verschönerte Brücke von St. Chamas etc.
hervorzuheben.
Bezüglich der aus der Römerzeit stammenden Aquäducte
sind nicht nur die in den genannten römischen Wasserleitungen be
findlichen Brückenwerke, namentlich die unter Caligula (37 bis 41)
begonnenen und unter Claudius (41 bis 54) vollendeten Arkaden
von 32.„ Meter Höhe in der Doppelleitung der Aqua Claudia und
Anio novus, und der Aquäduct von Castellano (400 Jahre vor Chr.,
2 Etagen, 26. 24 Meter Spannweite, 59 Meter Höhe), sondern auch
jene zu erwähnen, welche in den römischen Provinzen errichtet
wurden. Unter diesen letzteren Werken müssen besonders die im
alten Hispanien erbauten Aquäducte von Segovia (2 Stockwerke,
33., Meter Höhe), Alcantara über den Tajo (43. 6 Meter Höhe, 31.,
Meter grösste Spannweite, l. a2 Meter Scheitelstärke im Gewölbe),
Chelves (16. 2 Meter hohe Pfeiler, 8., ä Meter Bogenspannung), Merida,
über den Albaregas (3 Stockwerke, 24. a Meter Höhe, 4. 45 Meter
Bogenspannung),Tarragona (2Stockwerke, 29. 81 Meter Höhe), dann
in Gallien der Aquäduct von Metz (22., Meter hoch) und besonders
der „Pont du Gard“ oder die Brücke zu Nimes (Nemauses) hervor
gehoben werden. Dieser letztere geradezu classische Bau wurde,
wie allgemein angenommen, unter dem Feldherrn Agrippa (63 bis 13
vor Chr.) errichtet und gilt als eines der kühnsten und architekto
nisch schönsten Brückenwerke der Römer; die Brücke besteht, wie
jene von Merida, aus 3 Etagen mit einer grössten Bogenweite von
24. 4 Meter und einer Maximalhöbe von 48.,, Meter Uber der Flusssohle-
Weitere Reste von Aquäducten befinden sich bekanntlich in
den römischen Wasserleitungen von Lyon und Paris, welch’ letztere
unter Julian (360 nach Chr.) ausgefuhrt wurden. Endlich müssen
noch die römischen Wasserbecken, die Constantin 328 nach Chr.
in Constantinopel gebaut hat, sowie die Reste der römischen
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