IV. Eiserne Brücken.
Fig. 180.
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je 8 und Beelah 6 Röhrenständer besitzen, und da die theoretischen
Betrachtungen über den eisernen Pfeilerbau, wie sie insbesondere
v. Nördling in seinen: „Documents relatifs aux viadues metal-
liques (1870)“ und in dem: „Memoire sur les piles en charpente
metalliquedes grandsviaducs (1864)“, dann seitdem H. L i po 1 d in der
„Zeitschrift für Bauwesen“, Jahrgang 1869, endlich Dr. E. Wink
ler in seinen „Vorträgen über Brückenbau“ (1872) gegeben haben,
nachweisen, dass die Beibehaltung von 4 pyramidal gestellten Stän
dern die einfachste Constructionsweise repräsentirt.
Die beim Viaducte von Bouble angewendete Mittelröhre dient
vornehmlich nur zur Tragung einer Wendeltreppe und zum Auflager
der horizontalen Versteifungen der Etagen. Was die speciellen, ge
krümmten Windversteifungen anbelangt, welche die Grundrisslänge
der drei hohen Pfeiler des Bouble-Viaductes bis auf 20-o Meter
vergrössert, so sind dieselben (obwohl einfacher wie die früher
vorgeschlagenen Seilverankerungen), ausser bei den Viaducten von
Bellon, Sioule und Neuvial, unseres Wissens weiter nicht ange
wendet und auch mehrseitig und eingehend erörtert worden.
Was speciell die Construction desViaductes von Bouble betrifft,
so ist dieselbe in genereller Weise auf der Tafel 7 näher ersichtlich
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