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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

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Brückenbau. 
gemacht, und sind die Pfeilerdimensionen bereits in den früheren 
Tabellen enthalten. 
Der Viadnct beginnt zu beiden Seiten mit zusammen 95 Meter 
langen Bogenwölbungen und überbrückt dann weiter das Thal in 
G6'i Meter Höhe vermittelst 5 eiserner Pfeiler und eines 300 Meter 
langen continuirlichen Trägers von 4 - 54 Meter Höhe, welcher in 
Spannweiten auf 50 Meter getheilt ist. 
Dieser Träger ist in zwei Tragwänden construirt, welche, in 
3-5 Meter Mittelentfernung stehend, das einzelne Geleise oben 
tragen. 
Der Gitterträger ist ein sogenanntes Doppelsystem mit ver- 
ticalen Versteifungen, und hat jede Wand auf jedem Pfeiler nur ein 
einziges Kipplager. 
Die eisernen Pfeiler, von denen die drei mittleren 55’s Meter 
und die beiden äusseren 40-o Meter hoch sind, ruhen auf Steinsockeln 
von 1 *9 Meter Höhe. Die gusseisernen Ständer bestehen aus 0-5 Meter 
äusseren Durchmesser haltenden Röhren, deren Wandstärke zwischen 
30 und 45 Millimeter wechselt und deren Höhlung mit Beton aus 
gegossen ist; die letztere Anordnung vermehrt (allerdings unterge 
ordnet) nicht nur das Gewicht des Pfeilers, also seine Standfestig 
keit, sondern dient vorzugsweise zur A bhaltung zufällig eindringenden 
Wassers, welcher Umstand, wie es der vorgekommene Röhren 
sprung beim Viaducte Busseau d’Ahun erwiesen hat, bei einem 
eisernen Pfeilerbaue grosse Beachtung bedingt. 
Die Etagenhöhe der Pfeiler beträgt 5- 0 Meter, so dass die drei 
mittleren Pfeiler 11, die beiden äusseren Pfeiler 8 Etagen halten, 
welche Höhentheile sowohl in horizontalem, wie in verticalem Sinne 
durch Andreaskreuze bildende T- und U- Eisen versteift sind. Die 
übereinander stehenden Röhrenstücke sind mittelst Flancken und 
Bolzen verbunden, welch’ letztere 45 bis 50 Millimeter stark sind 
und ihrer Zahl nach, von oben nach unten gerechnet, von 4 auf 8 
Stück pro Stoss wachsen. 
Die Fussverstrebung des Pfeilers besteht ebenfalls aus guss 
eisernen Röhren gleichen Querschnittes, welche nach 24 Meter 
Radius gekrümmt sind. Die vorerwähnten Andreaskreuze sind an 
die Säulen vermittelst Anschlussblechen genietet, welche an Röhren-
	        
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