Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

248

Brückenbau.

gespannt  erhalten  wird  und  im  Vereine  mit  diesen  Zugbändern  und
mit  Verticalen  insgesammt  einen  sogenannten  Sprengbock  bildet,
an  welchem  unten  die  Fahrbahn  aufgehängt  ist.
Letztere  besteht  bekanntlich  aus  den  sogenannten  BruneFschen
  Blechträgern,  deren  Obergurte  im  Querschnitte  ein  Segment
bildet  und  welche  wir  schon  geschildert  haben.
Die  Brücke  hat  eine  grosse  Flussöffnung  von  91.44  Meter  Weite
und  3  Seitenöffnungen  ä  30.48  Meter  Spannweite,  die  Röhre  hat  einen
äusseren  Durchmesser  von  9  Fuss  englisch;  die  Construction  der  eisernen ­
  Pfeiler  wurde  schon  früher  bei  den  „Fundirungen“  erwähnt.
§.  2.  Ihre  Vertretung  auf  der  Ausstellung.
Die  Wiener  Weltausstellung  brachte  aus  der  hier  in  Rede
stehenden  Constructionsgruppe  der  eisernen  Häng-,  Sprengund
  Bogenwerke  unseres  Wissens  nur  drei  Objecte  zur  Anschauung,
von  welchen  indess  nur  Eines,  und  zwar  das  zunächst  genannte,
technische  Bedeutung  besitzt.
1.  Die  Augartenbriicke  Uber  den  Donaucanal  zu  Wien.
(Ausgestellt  von  der  SociCtö  de  Fives-Lille.)
Dieses  durch  seine  eigenthümliche  Construction  bekannte  und
von  dem  Ingenieur  Moreau  der  Compagnie  Fives-Lille  unter  dem
städtischen  Oberingenieur  Paul  zu  Wien  errichtete  Bauwerk  ist
seiner  Construction  nach  ein  Hängwerk  (Figur  181),  welches  den

Wiener  Donaucanal  in  einer  Oeffnung  von  58. 3  Meter  überspannt;
die  Fahrbahnbreite  innerhalb  der  Tragwände  misst  11. 4  Meter,  jedes
aussenliegende  Trottoir  3. 8  Meter,  die  ganze  Breitenausladung  der
Brücke  aber  20.e  Meter.
Bei  der  Constructionswahl  dieser  Brücke  hat  man  unstreitig
die  schöne  Perspective  nach  dem  Augarten  hin  nicht  stören  wollen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.