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Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

IV.  Eiserne  Brücken.

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deutung  sich  dadurch  kennzeichnet,  dass  der  Steinkohlenbergbau
allein  in  Schlesien,  welcher  1780  nur  502.716  Zollcentuer,  im  Jahre
1830  schon  12,909.493  Zollcfentner  betrug,  im  Jahre  1874  schon
212,320.223  ZollcentnerFörderung  erreichte;  dass  es  seit  1816  die
Steinkohlenförderung  in  Saarbrücken  von  1,899.878  Centner  Jahresförderung ­
  auf  84,595.725  Centner  im  Jahre  1874  hob,  und  dass
vom  Jahre  1873  eine  gesammte  Steinkohlenproduction  im  ganzen
Staate  von  646,958.183  Centner,  sowie  eine  gesammte  Roheisenproduction
  von  31,482.138  Centner  (1873)  verzeichnet  werden  muss.
Mit  dem  Vorgänge  Preussens  und  mit  den  seither  in  England,
in  Schlesien  und  in  Frankreich  gewonnenen  neueren  Erfahrungen
(im  letzteren  Lande  unterstützt  durch  die  zwischen  den  Jahren
1810  und  1816  gemachte  Entdeckung  der  Kohlenfelder  von  Blanzy,
Monceau,  Luzy  und  Aubin)  ausgerüstet,  machte  sich  die  Eisenindustrie ­
  fast  zu  gleicher  Zeit  in  Belgien  und  in  Oesterreich  sesshaft,
indem  im  ersteren  Laude  im  Jahre  1821  die  Werke  von  Seraing,
und  im  letzteren  Lande  im  Jahre  1828  jene  von  Witkowitz  in  Mähren ­
  gegründet  wurden.  In  Seraing  wurde  sofort  der  Coaksofen-  und
Puddelprocess  eingeführt,  während  in  Witkowitz  durch  Professor
Riepl  nur  die  Puddlingsmethode  angewendet  wurde.  Die  ersten  Versuche, ­
  Eisensteine  mit  Coaks  zu  schmelzen,  wurden  in  Oesterreich
durch  Grafen  Sternberg  zu  Darova  bei  Radnitz  im  Jahre  1828
durchgeführt;  die  Kladnoer  Coaksöfen  in  Böhmen  bestehen  erst
seit  dem  Jahre  1854.
Ueber  die  gesammte  neuere  Entwickelung  der  Roheisenindustrie, ­
  zu  welcher  die  Verbesserung  der  Gebläse  überhaupt;  die
1805  durch  Nixon  auf  der  Wallbottelgrube  vorgenommene  Einführung ­
  schmiedeiserner  Bahnschieuen;  das  1820  durch  John  Berkingshaw
  erfundene  Walzen  langer  Eisenbahnschienen;  die  Erfindung
und  Ausbreitung  der  Eisenbahnen,  wie  die  immense  Verbreitung
der  Dampfmaschinen  überhaupt  ;  ferner  das  Verfahren  der  Erhitzung ­
  der  Gebläseluft,  welches  zuerst  im  Jahre  1829  auf  den
Clyde  -  Ironworks  bei  Glasgow  angewendet  wurde  ;  die  1836
erfundene  Darstellung  hämmerbaren  Gusseisens;  die  1847  vonNasmyth
  gemachte  Erfindung  des  Dampfhammers;  die  Verbreitung  der
Gussstahlproducte  durch  Krupp  und  Andere;  endlich  die  Einführung
des  Bessemerprocesses  (nach  dem  „Berggeist“  Nr.  40  vom  Jahre
            
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