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Brückenbau.
Diesen Bauwerken folgten unter Andern 1867 die beiden
Scheitelcharnier-Brückenvon St. Denis (Nr. II.) bei Villette (42.oMeter
Spannweite) und jene in den öffentlichen Anlagen von Butte-Chau-
mont bei Paris; dann 1869 in Amerika die sechsgeleisige Bogen
brücke in Philadelphia im Zuge der Pennsylvania-Eisenbahn (12 Rip
pen, 19.5 Meter Spannweite, 3. 6 5 Meter Pfeil der elliptischen Bogen
gurtungen, erbaut von Wilson); ferner die wieder von Herrmann
1870 erbaute Stumpergassenbrücke in Meidling über die Wien; des
Weiteren die von Quassowski erbaute Ulrichstrassenbrücke in
Magdeburg (72Fuss preussischSpannweite), endlich auch die 1872
vonKöstlin undBattig construirte Tegetthoffbriicke in Wien, auf
die wir noch zu sprechen kommen. —
lieberblicken wir das bisher über die Bogenbrücken überhaupt
besagte, so müssen wir vor Allem noch betonen, dass die Wahl der
Bogenform, weil diese mit einer bedeutenden Materialersparung und
mit demhochwerthigen ästhetischen Momente (das auch in Ingenieur
kreisen volle "Würdigung findet) ausgerüstet ist, in der neueren Zeit
überall, namentlich auch in Amerika voll gewürdiget wird, und hat
diese Würdigung, welche ausser den genannten Brücken auch noch
durch die Ausführungen der Esplanadebrücke zu Montpellier, der
Leabriicke in Bockton (52.4 Meter Spannweite, 3. 97 Meter Pfeil), der
Blackfriarsbrücke in London (56.4 Meter maximale Spannweite)
bethätiget ist, zu höchst interessanten, praktischen und theoretischen
Auseinandersetzungen, unter welch’ letzteren wir auch auf die
Bestrebungen insbesondere der Professoren Mohr, Keck und Winkler,
sowie des Ingenieurs E. Häseler (verbesserte Charnierconstruction),
hinweisen, geführt.
Namentlich bewegt sich die fachliche Discussion noch um die
Nothwendigkeit der beweglichen Auflager überhaupt und der
Scheitelcharniere im Besonderen, wobei wir der Thatsachen
erwähnen: dass Hartwich schon bei dem Baue der Coblenzer Brücke
und nachmals bei jenem derRheinhausener Brücke als Gegner der
Scheitelcharniere auftritt („Zeitschrift für Bauwesen“ 1864); dass sich
die Frage um Gelenke überhaupt oder um feste Verspannung
gelegentlich derProjecte zur neuen Isarbrücke in München zwischen
Werner und Schmick schied; dass A.Föppel gelegentlich der Heidel
berger Bogenbrücke (47.2 Meter Spannweite) nach dem Muster der