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MAK

Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

IV.  Eiserne  Brücken.

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III.  Oapitel.
Blechträger.
§.  1.  Ihre  Geschichte.
Die  schon  früher  erwähnte,  seit  Henry  Cort  aus  Southampton
(1783)  erfolgte  Ausbildung  im  Walzprocesse  des  Eisens,  führte  nicht
nur  zur  ausgedehnten  Fertigkeit  in  der  Herstellung  von  Winkelblechen, ­
  sondern  auch  zur  billigen  Darstellung  grosser  und  starker
flacher  Bleche,  und  war  mittelst  dieser  Factoren  bereits  1820  das
Signal  gegeben  worden,  grössere  Spannweiten  mittelst  sogenannter
Blechträger  zu  überbrücken,  da  in  diesem  Jahre  Aron  Manby  in
dem  Eisenwerke  Tipton  bei  Birmingham  ein  Schiffsdeck  von
120  Fuss  Länge  und  18  Fass  Breite  in  der  Weise  constmirte,  dass
er  statt  der  Lagerbalken  I-förmige,  durch  Winkelbleche  und  \  ernietung
  gestaltete  eiserne  Tragrippen  verwendete.
Wesentlich  gefördert  wurde  diese  Gestaltung  von  Tragbalken
durch  die  Anwendung  solcher  im  Lagerhause  zu  Portsmouth,  woselbst ­
  die  Blechträger  bereits  eine  Länge  von  41%  englischen  Fuss
erhielten,  nachdem  die  neue  Construclionsart  schon  früher  (1832)
für  die  Tragung  von  Fussböden  im  Hochbaue  sehr  beliebt  geworden ­
  war.
Ihre  wesentlichste  Verbreitung  erhielten  jedoch  diese  vollwandigen
  Blechträger  zuerst  beim  Strassen-und  später  beim  Eisenbalmbaue, ­
  indem  die  Vortheile  der  beliebigen  Verstärkung,  der  beliebigen
Länge  und  der  beliebigen  Form  (letztere  im  Querschnitte,  wie  im  Längenschnitte) ­
  die  früher  erwähnten  Barren  bedeutend  Uberboten.  So
bildete  beispielsweise  Brunei  auf  der  Süd-Wales-Bahn  die  neue
Constructionsart  vielfach  aus,  indem  er  Spannweiten  bis  zu  30.  o  Meter
Uberbrückte  und  dem  Querschnitte,  statt  der  gewöhnlichen  I-Form,
namentlich  bei  der  WyebrUcke  nächst  Chepstow  (1850)  eine  Gestalt
gab,  bei  der  das  Oberquerblech  segmentförmig  gebogen  und  durch
schräge  Winkelbleche  gestützt  wurde.
Dieser  Querschnitt  Bruneis  wurde  1851  von  Flachat,
Gonin  &  Comp,  bei  der  schiefen  Brücke  von  Clichy  (21. 6 5  Meter
Spannweite)  im  Zuge  der  französischen  Westbahn  angewendet.
            
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