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Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

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Brückenbau.

idoli  und  insbesondere  bei  Eisenbahnbauten  zur  Anwendung’  gelangt
  waren,  stellte  sich  gar  bald  heraus,  dass  die  Blechwände  der
hohen  Präger  Verdrückungen  ausgesetzt  seien;  man  verfiel  daher
nicht  nui  auf  die  schon  angedeuteten  Wandversteifungen  durch
senkrechte  Rippen,  sondern  auch  auf  eine  Duplirung  der  Wände;
welche,  mit  gemeinsamer  Ober-  und  Untergurt  versehen,  alsdann ­
  Kastenträger  bildeten,  deren  Hohlraum  zu  weiteren  Versteifungen ­
  ausgenützt  werden  konnte.
Anfang  der  Vierziger  Jahre  führte  Stephenson  derlei  Kastenträger ­
  mehrfach  aus  und  wendete  er  für  die  Construirung  der  Obergurte ­
  Gusseisen  an.  Als  besondere  Beispiele  derlei  Constructionen
von  Kastenträgern  dienen:  die  Brücke  zu  Camden  der  North-Western
Eisenbahn  (18  Meter  Spannweite,  2- 7  Meter  Höhe  der  Wände,  gusseiserne ­
  Kopfplatte  von  |  (Form);  die  Eisenbahnbrücke  in  der  Vorstadt ­
  Gateshead  zu  New-Castle  u.  T.  (27. 0  Meter  Spannweite,  9  Fuss
Wandhöhe,  Verschraubung  der  gusseisernen  (—f—(-förmigen  Kopfplatten ­
  mit  denFussplatten  und  den  Querträgern)  und  dieEisenbahnbiiicke
  über  die  Althorpe-Street  (18.o  Meter  Spannweite,  I.95  Meter
V  andhöhe,  0. 75  Meter  Breite,  f-|_j_|-förmige  gusseiserne  Kopfplatte,
diagonale  Versteifung  der  Wände  im  Innern  des  Kastens  vermittelst
gusseiserner,  durchbrochener  und  gerippter  Platten  und  Aufhängung
der  Querträger  an  diese  Platten  durch  verkeilte  eiserne  Stangen)!
Eine  besondere  Ausbildung  repräsentirt  auch  die  von  Stephenson
und  Fairbairn  construirte  Court-Street-Brücke  in  der  Eisenbahn
Rugby-Leamington;  dieses  Bauwerk  Uberbrückt  unter  47  Grad
50Minuten  vermittelst  dreier  Trägereine  Spannweite  von  12. G  Meter
schief,  hat  eine  Jf-förmige  gusseiserne  Obergurte,  und  haben  die
Kastenwände  eine  schräge  Stellung,  so  dass  sich  der  Trägerquerschnitt
als  Trapez  formirt;  die  Kopfplatte  ist,  wie  auch  bei  den  früher  genannten ­
  Brücken  durch  angegossene  Querplatten  versteift,  welche
zugleich  die  Längenverbindung  vermitteln.
Die  neue  Construction  fand  jedoch  gleich  in  ihrem  Entstehen
desshalb  nicht  viel  Anklang,  weil  viele  englische  Ingenieure  sich
principiell  gegen  eine  Anwendung  des  Gusseisens  bei  Eisenbahnbrücken ­
  aussprachen,  selbst  wenn  es  nur  auf  Druck  in  Anspruch
genommen  wird.  Unterstützt  durch  die  ausgedehnten  Versuche,
welche  anlässlich  des  damaligen  Projectes  der  Britanniabrücke
            
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