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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

IV. Eiserne Brücken. 
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Als Beispiele erwähnen wir: 
') die T rentbriicke beiNewarkinderGreat-Nortliern-Bahn, 
erbaut 1851 von Cubitt (eine Oeffnung ä 73.3 Meter Spannweite); 
den Crumlinviaduct in der Newport-Hereford-Eisen- 
bahu, 1853 gänzlich inSchmiedeisen erbaut von denConstructeuren 
Liddle und Gordon (zehn Oeffnungen ä 45.72 Meter Weite von Mitte 
zu Mitte der eisernen Pfeiler, 498. 0 4 Meter Gesammtlänge); und 
s ) die Brücken über den Ohio bei Louisville, erbaut von Fink 
(112.85 Meter, respective 122 Meter Spannweite), mit 18. 6 Meter 
entfernten Hauptknotenpunkten und seeundären Dreiecken. 
Eine weitere Anwendung der Systeme amerikanischer Holz 
brücken in Eisen besteht 
3. in dem Systeme Jones. Dasselbe ist den Howe’scken 
Trägern nachgebildet, hat eine Obergurte aus Gusseisen, eine 
Untergurte aus Schmiedeisen, Hängestangen aus Rundeisen, schmied- 
oder gusseiserne Streben und doppelte, sogenannte Hauptstreben; 
als Beispiel dieser wohl nur in Amerika angewendeten Construction 
dient die Canalbrücke in der Lehigh-Avenue zu Philadelphia; 
30.48 Meter Spannweite. 
Eine andere Nachahmung des Howe’schen Systemes fand 
bekanntlich 
4. mit dem SystemSchi fkorn, und zwar nur in Oesterreich 
statt. Dasselbe tauchte schon 1854 auf, wurde schon 1855 in Wien 
mit 9.5 Meter Licht weite verwendet, und gelangte 1857 zuerst bei 
grossen Spannweiten zur Ausführung. Es besteht aus zerstückter, 
gusseiserner, durch schmiedeiserne, starke Bänder zusammengehal 
tener Obergurte; aus gusseisernen, in den Knotenpunkten lose zu- 
sammenstossenden Streben; durchlaufender, schmiedeiserner Unter 
gurte und aus schmiedeisernen verticalen Zugstangen; ist öfters 
ein-, öfters zweietagig gegittert und im letzteren Falle vermittelst 
einer schmiedeisernen, durchlaufenden Mittelgurte gekuppelt, und 
sind die einzelnen Tragwände aus mehrfachen (zwei bis vier) Gittern 
zusammengesetzt. 
Bestechend durch leichte Herstellbarkeit und Billigkeit wegen 
der vielfachen Anwendung des Gusseisens, sowie durch die leichte 
Transportabilität und Aufstellung, verbreitete sich das System in 
Oesterreich auffällig rasch; zur Zeit seines Entstehens w T ar jedoch
	        
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