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MAK

Full text : Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

T.  Ftindirungen.

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das  Eindringen  des  Wassers,  oder  aber  nur  zum  Schutze  gegen  die
Strömung  des  Wassers  angewendet  wird.
Fangdamm  sowohl,  wie  Fangmantel  können  also  entweder
eingerammt,  oder  aber  undicht  aufgesetzt  (in  der  Literatur  oftmals
falsch  als  „schwimmend“  bezeichnet)  werden,  je  nachdem  eine
„Sümpfung“  der  Wässer  oder  eine  Arbeit  im  Wasser  beabsichtigt
wird.
Die  Wahl  des  Materiales,  welches  zu  diesen  Schutzwandungen
genommen  wird,  übt  selbstverständlich  keinen  Einfluss  auf  das  System
der  Fundirung,  wesshalb  beispielsweise  die  Systeme  von  Moorsom
und  Pluyette  füglich  nicht  getrennt  werden  können.
Ueberblicken  wir  die  chronologische  Entwickelung  des  Systemes
der  Fundirungen  mittelst  Schutzwandungen,  so  haben  wir,  von  dem
einfachen  Thon-  und  Fangdamme  ausgehend,  als  erste  Neuerung
die  undicht  aufgesetzte  Schutzwandung  des  Capitäns  Moorsom  zu
verzeichnen,  welcher  bereits  1837  zu  Tewkesbury  die  Avonbrücke
derart  fundirte,  dass  er  unter  dem  Schutze  eines  eingelassenen  gusseisernen ­
  Kastens  die  Betonirung  vollzog  —  ein  Gründungsverfahren,
welches  von  Pluyette  1856  bei  der  Marnebrücke  nächst  Nogent
mittelst  eines  Blechmantels;  welches  ferner  beim  Baue  der  Brücke
St.  Michel  in  Paris  1857,  der  Brücke  Louis  Philipp  1860  und
der  Brücke  de  Bercy  1863  vermittelst  hölzerner  Schutzmäntel;
welches  neuerlich  durch  den  Wasserbaudirector  Berg  in  Bremen
im  Jahre  1861  bei  der  Erbauung  von  Eisbrechern,  weiters  im
Jahre  1866  bei  der  Erbauung  der  Bremer  Brücke  über  die  grosse
Weser  im  Zuge  der  Oldenburger  Eisenbahn  wieder  vermittelst  Blechwandung, ­
  und  zwar  in  Dimensionen  (für  den  Drehpfeiler)  von  72Fuss
Länge,  43  Fuss  Breite  und  15  Fuss  Höhe  angewendet  wurde  und
welches  endlich  in  noch  grösseren  Dimensionen  von  Eads  anfänglich
tür  den  Bau  der  grossen  St.  Louis-Brücke  über  den  Mississippi
projectirt  worden  war.
Derlei  undichte  Schutzwandungen  sind  übrigens  nicht  nur  in
Form  einfacher  Mäntel,  sondern  auch  in  Form  der  sogenannten
schwimmenden  Fangdämme  im  Gebrauch,  und  erwähnen  wir  mildes ­
  schwimmenden  Fangdammes  bei  der  Fundirung  der  Coblenzer
Brücke  1862,  der  Victoriabrücke  zu  Montreal  1866,  sowie  der  neuerlichen ­
  diesfälligen  Fundirung  des  zweiten  Strompfeilers  der  Elbe-
            
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