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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

IV. Eiserne Brücken. 
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bau, der Rest auf Concessionskosten, Grundablösungen und Ab 
lösung der Ueberfuhr entfallen. Rechnet man die Concessionskosten 
für die Vorarbeiten, welche 30.000 fl. betragen haben, in die eigent 
lichen Brückenkosten ein, so kostet allein die technische Arbeit 
dieses circa 192 Meter langen Steges von 3.35 Meter Breite rund 
224.000 fl. oder circa 1166 fl. ö. W. Banknoten pro laufenden Meter. 
53) 1869.Charnierhängebrücke Uber den Mainin Frank 
furt, erbaut von Schmick, geliefert von Fries und Sohn in Sachsen 
hausen Eine Mittelöffnung von 79.39 Meter, zwei Halbbogen ä 39. 5 6 
Meter Gehsteg 14 Frankfurter Fuss breit, Gesammtkostenfim Unterbau 
54.000 fl., im Ueberbau 66.000 fl.) 120.000 fl. süddeutsch, also pro 
laufenden Meter circa 650 fl. ö. W. in Silber. Diese Brücke ist mit 
drei Charnieren ausgestattet und durch JV-Fachung zwischen Kette 
und Fahrbahn versteift. 
51 ) 1870 bis 1872. A lb ertb rücke in Chelsea, Mittelöffnung 
121.9 Meter, zwei Seitenfelder ä 47. 2 e Meter; 8.23 Meter Fahrbahn 
breite, zwei Gehwege ä 2. J3 Meter, System Ordish nach der Anord 
nung der Franz Joseph-Brücke in Prag. 
55) 1870. Bassinbrücke in Bombay, Strassenbrücke, 
I8.3 Meter Mittelöffhung, zwei Seitenöffnungen ä 15. 7 5 Meter; ver 
steift durch Fachwerk zwischen Kette und Fahrbahn, Gesammt- 
gewicht circa 15.240 Kilogramm. 
56) 1871. Hängebrücke auf dem Bahnhofe zu Gotha, 
Gehsteg von 8 Fuss preussisch Breite, construirt von W. Bork. 
Mittelpfeiler, zwei Halbbogenä48. 08 Meter Spannweite, Versteifung 
der Ketten durch N-Fachung, Inanspruchnahme des Eisens in der 
Kette 100 Centner pro Quadratzoll preussisch; Gesammtgewicht 
1950 Centner Schmiedeisen und 118 Centner Gusseisen, wovon auf 
den Mittelpfeiler und die Widerlager zusammen 209 Centner Guss- 
und Schmiedeeisen entfallen, sich demnach das Eisengewicht pro 
laufenden Meter auf circa 965 Kilogramm gestaltet. 
§ 3. Drahtbrücken. 
Gestutzt auf die alte Erfahrung, dass die Festigkeit der 
eisernen Drähte eine grössere sei, als bei den Eisenquerschnitten 
der gewöhnlichen Schmiede- und Walzformen, wandte man sich 
zuerst in Amerika der Anwendung der Drähte für Hängebrücken-
	        
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