IV. Eiserne Brüden.
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grosser Spannweiten, weil man in der Einstellung mehrerer
Pfeiler eine gewisse Versteifung des ganzen Werkes erblickte,
und trat diese Maxime beispielsweise in der Brücke von
Beaucaire-Tarascon, in jener über die Dordogne
nächst Cubzacund in der Brücke zu Chalonnes auf. Diese
Anordnung erwies sich jedoch sehr bald als unvortheilhaft,
weil zu den grossen Pfeilerkosten und der erheblichen Profil
verengung die Unzukömmlichkeit der Uebertragung der Be
wegung bei ungleichförmiger Last von einem Vollbogen auf
den anderen hinzutrat. Man schreitet desshalb gegenwärtig
und sofern sich nicht besondere Specialgründe dagegen
sprechen, wohl immer nur zur Einführung eines Vollbogens
oder zur Kuppelung zweier Halbbogen vermöge eines Mittel
pfeilers.
b) Zug- und Kuppelseile. Schon beim Beginne des Baues
der Hängebrücken wandte man zur Vermeidung der Seiten-
sehwankungen eine Verspannung der Fahrbahn durch Zugseile
oder Zugketten an und befolgt dieses System auch noch in
neuester Zeit, besonders in Amerika mit Vorliebe, wie dies
zum Beispiel die Eisenbahnbrücke über den Niagara und
den neue Gehsteg bei den Niagarafällen erweisen.
Auch Kuppelketten, respective Kuppelseile von den Wider
lagern über die Spitzen der Seilthürme laufend, wurden, wie dies
zum Beispiel die Brücken St. Pierre und St. Michel in Tou
louse beweisen, mehrfach angewendet; obschon man diese
Anordnung auch noch später, zum Beispiel bei der Eisenbahn
brücke über den Niagara findet, so hat man im grossen Gan
zen dieses Versteifungssystem doch fallen gelassen, weil es
durch die neueren Constructionen überholt ist. Eine andere
Anordnung der Kuppelseile, welche sich durch Diagonale
zwischen einzelnen Pfeilern kennzeichnet und beispielsweise
bei Brücken zu Cubzac und Tonnay-Charente angewen
det wurde, sowie eine Verbindung dieser Anordnung mit der
vorhergenannten (Tonnay-Charente) ist aus gleichem Grunde
verlassen worden.
c) Anwendung von Contrabogen, z. B. Pont du College.
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