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Full text: Eisenbahn-Unter- und Oberbau (Gruppe 18, Section 2), zweiter Band, officieller Ausstellungs-Bericht

V. Bewegliche Brücken. 
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sich zwei Leitrollen zur Vermeidung der Schwankungen 
stemmen; Rollkranz und Laufräder fehlen. Die Drehbewegung 
erfolgt mittelst Vorgelege und Zahnkranz; der lange Arm 
hebt sich, da der kurze beschwert und auslösbar ist; der 
Verschluss erfolgt durch Keilvorrichtung. Die Brücke ist vom 
Oberbaurath Buresch in der Hannövrischen Zeitschrift vom 
Jahre 1874 näher geschildert, und wiegt die Drehbrücke 
9350 Kilogramm. Die Gesammt kosten der ganzen Brücke, 
(107 Meter lichte Weite im Ganzen), welche 1850 Kubikmeter 
Mauerwerk und in ihrem festen Theile 35.900 Kilogramm 
Eisengewicht besitzt, betragen 51.000 Reichsthaler. 
Gehen wir nunmehr zur Besprechung der diesfälligen Aus 
stellungsobjecte über, so haben wir Folgendes zu bemerken: 
1. Oude-Maas-Brücke bei Dortrecht. 
Im Zuge der Eisenbahn Dortrecht-Rotterdam. Vom Ufer aus 
gezählt besteht die ganze Brücke zunächst aus zwei festen Oeff- 
nungen von je 62 Meter Lichtweite und 64. 54 Meter Achsenstand der 
Pfeiler; dann folgt das erste drehbare Feld von 34. 78 Meter Ge- 
sammtlänge und zwei Oeffnungen 4 circa 12. 0 Meter; sodann folgen 
wieder zwei feste Felder 48 7. 64 Meter Spannweite. Am linken Ufer 
schliesst die Brücke wieder mit einem zweiarmigen Drehfelde ab, 
welches 53. 64 Meter Gesammtlänge und zwei Lichtöffnungen 4 circa 
20 Meter besitzt. 
Die Brücke wurde von dem Oberingenieur Michaelis und den 
Ingenieuren Simons und van Ilasselt innerhalb der Zeit vom Fe 
bruar 1866 bis October 1872 ausgeführt. 
Die Fundirungen erfolgten theils mit Pfahlrost, theils in Beton, 
letzterer bis 5. 5 Meter unter Amsterdamer Null. 
Ein Theil der Flusssohle und der Pfeilerumgebung wurden 
mit Faschinenbelag geschützt, ebenso auch die bespülten Partien 
der Widerlager. Die Eisböcke vor den Drehpfeilern dienen zugleich 
zur Stützung der geöffneten Brücke. 
Die Construction des Drehzapfens, sowie die Drehvorrichtung 
sind durch die schematischen Figuren 221 und 222 erläutert und 
wir sehen, wie das ganze Brückenfeld durch ein Kopflager auf den 
tief gelagerten Zapfen aufgehängt ist, wie die fixen Rollen nur das
	        
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