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Brückenbau.
nun die Brücke auf dem Zapfen auf, so tritt der Moment ein, wo die
die Zapfenreibung eine Grösse erlangt, welche hinreicht, um die
ganze Brücke mit der weiteren Drehung des Zapfens soweit mitzudrehen,
bis die Durchfahrt frei wird und der BrückenflUgel an ein
Hinderniss stösst; hier angelangt, wird nun die Brücke nach
empirischem Maasse noch soweit emporgeschraubt, dass bei der
Rückdrehung ein solches verticales Spielmaass vorhanden ist,
welches das ungehinderte Aufsitzen der Brücke im Momente des
Schliessens, also des völligen Zurückdrehens des Zapfens gestattet.
Die zweite Art, die eingangs gennannte Aufgabe zu lösen,
besteht darin, dass der Zapfen durch hydraulischen Druck gehoben
und die Brücke durch einen gesonderten Mechanismus gedreht
wird; Beispiele solcher Ausführungen sind unter Anderen die
Victoriabrücke zu Leitli, 1874, und die beiden Drehbrücken zu
Marseille vom Jahre 1873 und 1874.
Die dritte Art der Lösung hat der niederländische Ingenieur
van Hasselt geliefert, indem er den Drehzapfen durch ein Hebelwerk
empordrückt.
Auch hier ist es erfreulich, bemerken zu können, dass alle
drei genannten Systeme der Drehbrüekenconstruction mit beweglichen
Zapfen auf der Wiener Weltausstellung vertreten waren.
Die diesfnlligen Objecte sind die folgenden:
1. Drehbrücke zu Triest, ausgestellt im Modell durch
die k. k. Seebehörde zu Triest. Diese im Jahre 1857 erbaute und
von M. v. Mauser construirte Brücke wurde bezüglich ihrer
maschinellen Einrichtung schon (pag. 481) oben vorgeführt.
Die Brücke ist einflüglig und übersetzt eine lichte Canalbreite
von 9.45 Meter; die ganze Brückenlänge beträgt 17. )6 Meter,
wovon 12.50 Meter auf den eigentlichen Flügel und 0. 4 66 Meter auf
den Contretheil entfallen.
Die Totalbreite der Brücke beträgt 6.5g Meter. Der Drehzapfen,
welcher während der Drehung aufgeschraubt wird, misst
40 Centimeter Durchmesser.
Das ganze Bvttekengewicht beträgt 48.708 Kilogramm und
haben ihre Baukosten circa 29.000 fl. betragen.
2. Drehbrücke am Bassin J01 ie11e zu Marseille.
Dieses Bauwerk war durch das französische Ministerium für ötfent-