T. Bewegliche Brücken.
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Ist die Fähre einmal beladen, so kann man sie noch weiter
durch die Arten classificiren, welche für die Schiffsbewegung und
Schiffsführung angewendet werden. Hier unterscheidet man «) freie
Manövrirung im Fahrwasser oder ß) Seil- oderKettenbetrieb (Tauer).
Die freie Manövrirung zerfällt wieder in directen Dampfschiffs
betrieb (Hohnstorf, späteres System Ruhrort), oder in Remorqueur
dienst (früheres System Ruhrort).
Der Tauerbetrieb wurde unter Anderm eingeführt bei den
Trajecten Firtli of Forth, Firth ofTay, am Nil, Griethausen, Rhein
hausen und Gombos-Erdöd.
Bezüglich der Erfahrungen bei Trajecten überhaupt und der
Detailconstructionen, sowie bezüglich der Erfahrungen speciell bei
der Anwendung von Ketten oderSeilen, endlich bezüglich der Kosten
der Trajecte haben uns bekanntlich die Reisebeschreibungen der
Herren Henz, Hartwich und T. Weisshaupt, sowie die vorzüglichen
Monographen der Herren!'! 1 . Weisshaupt (Ruhrort), Funk (Hohnstorf),
Sopweith (Nil), von Kaven (Uebersicht der Trajectsysteme), Hartwich
(Rheinhausen) und Schaltenbrand (Elten, Griethausen und Rhein
hausen) belehrendes Vergleichsmateriale in Fülle geboten, wel
chem Materiale wir hier nur noch die übersichtlichen Kosten einiger
Trajecte entnehmen.
Thaler
Firth of Forth I 174.200
Firth ofTay 119.900
| Rnhrort (neuere Construction) ...... j 332.000
Hohnstorf 109.838
1 Rheinhausen (5 Strassen ä 70.000 Reichsthaler) | 350.000
§. 2. Ausstellungsobjecte.
Die Wiener Weltausstellung brachte aus dem Gebiete
der Trajecte zwei Schaustücke.
1. Traject über den Rhein bei Rheinhausen.
Ausgestellt (Aquarelle und Textjdurcli dieRheinischeEisenbahn-
gesellschaft zu Cöln. Diese nach dem System Hartwich-Schaltenbrand