I. Fundirungen.
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Die Bodenförderung erfolgte vermittelst Kübeln von 1. 2 Kubiktuss
Inhalt, welche im Gebiete der comprimirten Luft durch Menschenhände,
die an einer Winde arbeiteten, aufgeholt wurden.
In jeder Arbeitsschicht von vier Stunden Dauer wurden in
jeder Glocke 80 bis 100 Kübel aufgeholt, deren Material eine sechsbis
siebenmalige Ausschleussung beanspruchte; die Anordnung der
ganz einfachen Luftschleusse ist in der Figur 107 angedeutet, und
wurde der Mangel von Reservekammern während der Fundirungsarbeiten
thatsächlich auch empfunden.
In Fällen, wo die Senkung stockte, liess man die Luft plötzlich
ab und erzielte damit eine allerdings ruckweise und an Getöse
reiche Senkung.
Ein dauernder nachtheiliger Einfluss auf die Gesundheit der
Arbeiter machte sich nicht bemerkbar, zumal Menschen, denen der
Aufenthalt in der comprimirten Luft nicht bekam, von der Arbeit ausgeschlossen
wurden; die Arbeiter erhielten wollene Jacken, und wurde
ihnen sofort nach dem Ausschlüssen heisser Kaffee verabreicht.
Fig\ 108.
haftere Construetion aus.
Die Anordnung der gleichmässigen Versenkung
erfolgt durch gekuppelte Knarrenhebel
und vermittelst zweier Winden (wie
dies die Figur 108 andeutet) derart, dass
während der eine Erahn die Schrauben in
den Muttern nach abwärts bewegte, der
andere dazu diente, die Hebellage wieder in
die nutzbare Stellung zu bringen. Die Construetion
der Knarrenhebel ist aus der Figur
109 ersichtlich gemacht
und zeichnet
sich von der
Castor’schen
Knarre, wie solche
bei der Kehler
Rheinbrücke gebraucht
wurde,
durch eine, wie es
scheint, vortheil-Fig.
109.