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Full text: Die Steinwaaren (Gruppe IX, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Steinwaaren. 
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2. BAUSTEINE, STEINMETZARBEITEN. 
(Baumateriale, ausgeftellt von Producenten.) 
Amerika. 
Bearbeitetes Steinmaterial für Bauzwecke war aus den amerikanifchen 
Ländern nur von einigen Firmen aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika 
eingefandt worden; doch war es häufig nicht erkennbar, welcher der im Kata 
log angeführten Firmen die exponirten Gegenftände gehörten. 
Meyers A. G., Diredleur der Bureaux zur Förderung amerikanifcher 
InduHrie, zeigte Würfel kryHallinifcher Marmorforten, roh und gefchliffen, 
fowie fchön gefchlfffene Platten von dichtem Gips. Es follte hiedurch aufmerk- 
fam gemacht werden, dafs Amerika Steine für Luxusarbeiten und für die KunH- 
Induftrie, die es bisher grofsentheils noch aus Italien und Frankreich impor- 
tirt, felbfl befitzt. 
J. Mc. Denn ott & Comp, exponirten eine reiche Auswahl von Baufleinen 
aus den verfchiedenen Staaten Nordamerika’s. Unter diefen BauHeinen ift der 
rothe Sandftein der meift angewendete und verbreitetHe. 
Diefe Firma erzeugt feit dem Brande von Chicago die Sandfteinquader 
mittelH Mafchinenarbeit; nur hiedurch wurde es möglich, den Kubikfufs um 
50 — 75 Cent, zu liefern. Mit der Verdient!medaille ausgezeichnet. 
England 
war in der Gruppe der Baumaterialien (Steinwaaren im Allgemeinen) nur 
durch Schiefer in allen feinen Anwendungen vertreten. Die Vorzüge der 
englifchen Schiefer find längt! allfeitig anerkannt. Ihre leichte Spaltbarkeit, 
bis herab zu o 5 mra Harken Platten, und die durchwegs ebene Schieferung 
und verhältnifsmäfsig grofse Widertlandsfähigkeit begründen ihren Export fall 
nach aller Herren Ländern. Es if! nicht zu leugnen, dafs diefe Vorzüge nicht 
allein im Material felbfl liegen, fondern dafs ein gut Theil davon auf der Art 
der Gewinnung der Rohplatten und in der Methode der weiteren Bearbeitung 
beruht. 
Die Gewinnung ift eine durchweg bergmännifche, welche das Rohmate 
rial, im frifchetlen Zutlande, unbeeinflufst noch von den verändernden Einwir 
kungen der Atmofphärilien, zur mafchinellen Verarbeitung bringt. 
Ueberall, wo diefelbe Methode der Bearbeitung und Gewinnung des 
Schiefermaterials im übrigen Europa eingeführt wurde, find auch die englifchen 
Schiefer vom localen Markte verdrängt. 
Unter den Firmen aus England ragten hervor: Die Welsh Slate Com 
pany in London mit ihren Schiefererzeugniffen in allen Dimenfionen bis zu 
3™ langen 2"' breiten und nur o o8 ,n Harken Platten. Aufset den Dachfchiefern 
waren die vorzüglichHen Erzeugniffe: Bodenplatten, Billardplatten, Platten für 
CiHernen und für Säurebottiche in chemifchen Fabriken. 
Diefe Gefellfchaft befchäftigt an 800 Arbeiter bei einer Dampf- und 
Wafferkraft von mehr als 300 Pferden, welche Mafchinen zum Spalten, Sägen, 
Hobeln, Bohren, Glätten und Poliren der Schiefer bedienen. (VerdienH- 
Medaille.) 
Die Cwmorthin Slate Company zu Port-Madoc in Nordwales fandte 
ähnliche, für den Export beHimmte Erzeugniffe mit gleich vorzüglicher Arbeit. 
Diefe Firma Hellte einen Kamin aus, der mit Schiefern fournirt war, auf wel 
chen mittelH Lack prachtvolle Marmorarten nachgeahmt waren, die von natür-
	        
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