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Full text : Die Steinwaaren (Gruppe IX, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Sfeinwaare  n.

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Die  Monolithe,  welche  für  Grabdenkmäler  beftimmt,  aus  grobkörnigem
'Syenit  mit  fleifchrothen  Orthoklas,  grünlichgrauem  Quarz  von  Kullgren  in
Uddevalla  eingefandt  waren,  fo  auch  ein  Taufbecken  aus  Porphyr  von  der
königlichen  Domäne  Ladegaardföen,  und  die  Arbeiten  aus  der  Strafanftalt
  in  der  Akerhusfeftung  in  Chriiliania,  beftehend  in  Stiegenftufen,
Sockeln,  kleineren  Grabmonumenten,  Vafen  von  Granit,  welche  fich  aufserdem
noch  durch  grofse  Billigkeit  bemerkbar  machten,  zeigen  eine  Reinheit  der
Arbeit,  die  in  gleichem  oder  ähnlichem  harten  Gefteine  durch  andere  Länder
nicht  in  folcher  Vorzüglichkeit  zur  Anficht  gebracht  wurden.
Schweden-Norwegen  behauptet  in  diefer  Art  Exportwaare  gegenwärtig
■den  erften  Rang  unter  allen  übrigen  Ländern.
J.  Kullgren  erhielt  die  F  o  r  t  fc  h  ri  11  s  m  e  d  a  i  11  e  .  die  übrigen  Ausfteller
Anerkennungsdiplome.

Dänemark.
Aus  Dänemark  waren  an  natürlichen  Baufteinen  nur  jene  aus  den  Steinbrüchen ­
  von  Faxoe  auf  Seeland  eingelangt.  Es  waren  Gefimsflücke  aus  Sandflein, ­
  und  Grabmonumente  von  Marmor.
Obgleich  nicht  zu  entnehmen  war,  wer  der  Ausfteller  diefer  Einfendung
gewefen,  ob  irgend  eine  Gemeinde  oder  eine  andere  Corporation,  fo  wurde  doch
•ein  Anerkennungsdiplom,  unter  der  Ortsbenennung  Faxe,  dem  Ausfteller  diefer
■Gegenftände  zugefprochen.

Belgien
befitzt  eine  bedeutende  Stein-Induftrie  für  Decorationszwecke  und  in  Gegenwänden ­
  für  den  Hausgebrauch,  welche  meift  diefelben  Fabrikanten  betreiben,
die  als  franzöfifche  Ausfteller  ihre  Gefchäfte  von  Paris  aus  leiten,  oder
auch  umgekehrt,  belgifche  Fabrikanten,  die  ihre  Commandite  nicht  nur  in
Brüffel,  fondern  auch  in  Paris  haben.
Mufterftücke  in  der  Breite  von  o  75  Meter  und  Höhe  von  15  Meter,  bei
0  02  Meter  Stärke  waren  ausgeftellt  von  Puiffant  fr&res.  Darunter  war  der
tieffchwarze  und  politurfähige  Kalk,  bekannt  unter  dem  Namen  ^Marmor
von  Namur“,  fpeciell  bezeichnet  als  Noir  de  Go  lz  in  es,  in  der  Gemeinde
Bofifi&re.
Die  übrigen,  mehr  communen  Sorten,  welche  die  Concurrenz  mit  denen
■aus  Südfrankreich  für  Decorationszwecke  nicht  befiegen  können,  dagegen
aber  allgemeinere  Verwendung  und  ihren  Vertrieb  auch  nach  Deutfchland  und
England  finden,  find:
Bleu  de  Saulme,  Gemeinde  Sauline  ;
St.  Anne,  Gemeinde  Luftin;
St.  Remybleu,  Gemeinde  de  Rochefort;
Imperial  (roth  mit  weifsen  Flecken),  Gemeinde  Vodelee;
Bleu  Beige  (fchwarz  mit  weifsen  Striemen),  Gemeinde  de  Bouffiouix,
Pr.  de  Hainaut;
Griotte,  Gemeinde  Vodelee,  Provinz  Namur;
Breche  de  St.  Gerard  etc.  etc.
Ferner  find  der  Sandftein  von  St.  Gerard,  die  Breccie  von  Wailfart,  beide  aus  der
Kohlenformation  in  der  Provinz  Namur  fehr  ftark  verwendete  Materialien;  ebenfo
der  fogenannte  Granit,  ein  fchwarzgrauer  Marmor,  deffen  körniges  Ausfehen
von  den  zahlreichen  Crinoidenftielen  stammt,  die  fich  als  weifser  Kaikfpath  von
der  dunkleren  Grundmaffe  deutlich  abheben  und  ihm  den  Namen  verliehen.
Puiffant  frkres  erhielten  die  VerdienftmedaiHe.
            
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