Steinwaaren.
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Italien.
Die kunftvollen Objecte von der Fabrica Vaticano in Blurnemnofaik
von unvergleichlicher Schönheit, ferner die Arbeiten in pietra dure (Edelftein-
mofaik) aus der Galleria reale in Florenz zeigen die vollendetfte Technik. Nicht
minder auch die Arbeiten von Pietro Bazzanti e figlio in Steinfchmuck und
in Mofaiken antiker Form, dann die Serpentinvafen des Cavaliere Moglia
L ui g i in Rom und die Arbeiten des TorriniGiocondo in Florenz, eine Figur
aus Achat, drei Tifchplatten aus Marmormofaik und ein Landfchaftsbild in Mofaik.
Alle die Genannten erhielten für ihre kunftvollen Objecte die Fortfehritts-
m e d a i 11 e.
Die Medaille für Guten Gefchmack ward zuerkannt:
Dem Andreoni Giufeppe in Pifa; den Brüdern B e c c u c i in Florenz ;
dem Cecchi Carlo in Pifa, für ihre Arbeiten in Alabafter.
Die Verdien ftmedaille ward zuerkannt: für Mofaikarbeiten dem
Bonanno Luigi in Rom, dem Cav. Emanueli Giovanni in Mailand für einen
Kamin von Marmor diPort d’oro mit Füllungen vonCararra und Malachit, und einen
Salonfpringbrunnen aus 4 Wafferfpeiern (Schildkröten), in deffen Becken ein
Fifcherknabe angelt; dem Franco lini Tito in Florenz, für ein Reliefbild in
hartem Stein (aus der Kunfthalle übertragen); dem Galan d i Luigi in Rom für
Mofaikarbeiten; defsgleichen dem Or landin i Leopoldo in Florenz; dem
Piazza Giacomo in Volterra, für Arbeiten in Alabafter; dem Scheggi
Cefa re e fratelli in Settinano, für Vafen mit Unterfatz aus Serpentin (zum
Preife von 2400 fl.); dem Ferdinand Vichi in Florenz, für feine Säulen.
Vafen und Statuetten in Serpentin und Marmor, für 12 Tifchplatten mit Intarfien
von Porphyr und fchwarzem belgifchen Marmor (von Namur).
Anerkennungsdiplome wurden zuerkannt: dem Caponetti
Antonio in Neapel, für die fehr netten Arbeiten an Kaminen von Carrara,
deren Fufs aus Port d’oro und deren Füllungen aus Holz waren; dem Eugeni
Felice in Rom für Schnitzereien in Bergkryftall; dem Gianoli G. B. in Sondrio,
für Arbeiten in Serpentin ; dem Man efchi Filippo in Rom, für Mofaik; dem P e-
duzzi Renato in Mailand für Kamine und Sculpturen aus Carrara ; dem R o c c h i
Carlo in Florenz, für einen Kamin aus Carrara, im Style des iö. Jahrhunderts;
dem S c a p p i n i Giovanni in Florenz, für Arbeiten in pietra dura; dem T a d d e i
Luigi in Venedig, für Mofaikarbeiten; dem T a d d e i n i Bartolomeo in V olterra
für Alabafterarbeiten; dem Ugolini Giovanni e Antonio Mazzanti, für
kleine Mofaikarbeiten; dem Zamolo Giovanni in Venedig, für Kamine aus
Sienamarmor mit Cariatiden von nero antiquo und Säulen von Verde
an t i q u o.
Schweden,
weiches eine eigentliche Kunftinduftrie an Steinwaaren nicht befitzt, debütirte
jedoch mit ganz originellen Schmuckfteinen, welche in GoldtaiTung, als Chemi-
fetteknöpfen, Stecknadeln, Ohrgehängen und an Fingerringen Verwendung fanden,
wegen deren Neuheit viele Liebhaber und Käufer fich einflellten. Es waren diefs
die kleineren zierlicheren Verfteinerungen aus den filurifchen Kalken, die in vor
züglicher Erhaltung die Naturhifto riker unter den Ausftellungsbefuchernfehrinter-
effuten. Der Ausfteller Herr J. W. K1 i n tb e rg erhielt ein Anerkennungsdiplom.
Belgien
hatte feine Exportfähigkeit in diverfen Artikeln gezeigt, und war vertreten : durch
A Lintelo in Brüffel, welcher aus Marmor du Namur alle Arten Uhrgehäufe
und Karten, Vafen, Etagires mit Malachit Intarfien und Metallfournirung in vor-