MAK

Full text: Textil- und Bekleidungs-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 5

424 
Gruppe V. Textil- und Bekleidungs-Industrie. 
Decennien wieder etwas gestiegen. Unter den europäischen Ländern 
selbst gehen Spanien und Deutschland, welche im Anfänge des Jahr 
hunderts fast allein Wolle nach England führten, zurück, während die 
Einfuhr aus Russland, im Steigen begriffen ist. Erstere Erscheinung 
erklärt sich, was Spanien anbetrifft, aus dem Rückgänge der dortigen 
Wollproduction überhaupt, während für Deutschland die besonders in 
den letzten Decennien so enorm gestiegene heimische Industrie die 
Ursache angiebt. 
Neben der australischen Wolle ist für Europa von besonderer Be 
deutung die der La-Plata-Staaten und der Capcolonie geworden. Die 
folgende Tabelle verdeutlicht den Import aus diesen Gegenden — neben 
dem von Australien und anderen Ländern — nach England: 
Import 
aus 
1865 
1866 
1867 
1868 
1869 
1870 
1871 
1872 
Austra 
lien . 
Cap . . 
La Plata 
Andere 
Länder 
332 560 
99 991 
131 710 
265 888 
348 628 
107 184 
152 354 
338 002 
412 641 
128 418 
192 386 
243 620 
491 218 
141 916 
204 916 
231 352 
499 610 
134 349 
237 369 
254 890 
549 264 
124 050 
213 079 
203 681 
567 013 
126 977 
235 987 
385 572 
522 709 
138 892 
233 000 
340 822 
Summa 
Ballen 
830 149 
946 168 
977 065 
1 069 402 
1 126 218 
1 090 074 
1 315 549 
1 235 423 
Von diesen eingeführten Colonialwollen consumirt England selbst 
bei weitem den grössten Theil, das'Uebrige fällt dem Verbrauch der 
anderen europäischen Staaten anheim. Das Verhältniss der englischen 
Consumtion zum Import und Export stellt sich wie folgt: 
Es wurden in England fremde und Colonialwollen 
im Jahre 
eingeführt 
ausgeführt 
consumirt 
1867 
1868 
1869 
1870 
1871 
213 703 184 Pfd. 
252 744 155 „/ 
258 461 689 „ 
263 250 499 „ 
319 511 336 „ 
90 832 584 Pfd. 
105 070 311 „ 
116 608 305 „ 
92 542 384 „ 
135 089 794 „ 
142 870 600 PfcL 
147 673 844 „ 
141 853 384 , 
170 708 115 „ 
184 421 542 „
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.