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Full text: Textil- und Bekleidungs-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 5

43G Gruppe V. Textil- und Bekleidungs-Industrie. 
Färberei in einem grossen Etablissement vereinigend, hatte diesmal nur 
eine Sammlung schöner Fa § onnees in vollendetem Farbensortiment au 
gestellt Wer die Schwierigkeit, die baumwollene Kette und den wo 
fenen Schuss, aus denen das Gewebe besteht, entweder in gleichen 
Tönen zu färben oder in verschiedenen Tönen rem zu erhalten kennt 
wird diese kleine Ausstellung mit besonderem Interesse betrachtet 
haben. Denselben Artikel, mit englischem Weftgarn eingeschlage 
stellte C A.Preibischin Reichenau bei Zittau aus, dessen um die Stadt 
falls bei früheren Ausstellungen besprochen worden -nd. Wm sahe i 
diesmal unter Anderen besonders schön ausgefuhrte Streifenmuster. 
W Geig y & Co. aus Steinen in Baden lieferten billige und hübsche 
Grosgrains. Ausserdem war die Lustregarnfabrikation vertreten durc 
H W.Herzog in Neugersdorf und Wallach & Herz in xor 1 z. er 
auch hier fehlten die Artikel von Marklissa und Zittau und die Kleider 
stoffartikel von Elberfeld. „ , , 
In den Stapelartikeln Lasting, Serge de Berry und diversen Schuh 
stoffen sind als Aussteller anzuführen: Gebrüder Urfeld- 
Roth & Co. in Reutlingen, Hartmann, Blank & Co. in Elbe fei , 
letztere liefern auch schwarze Merinos. In Deutschland hat sich dieses 
Fabrikat allgemeinen Absatz verschafft, im Auslande kämpft es schwer 
mit England, von dem es die nöthigen Garne beziehen “ 
schwarzen Rips- und Confectionsstoffen sowie in schwarzen und farbigen 
Zanellas (Italian cloth) sind zwei Collectivausstellungen von Barm«, 
und Elberfeld und zwei Einzelausstellungen von Inedr. Wolff und 
W Schafhorst & C. C. Brühl aus M’Gladbach zu erwähnen. De 
7 „'ellaartikel dieses einfache fünfbindige Satingewebe, aus ein- oder 
zweifachem Baumwollkettgarn und feinem Kammgarnschuss bestehend, 
beschäftigt in Elberfeld und Umgegend, 4000 bis 5000 breite mec a- 
nische Webstühle. Er hat der deutschen Kammgarnindustrie einen 
mächtigen Anfsehw.ng gegeben, indem « nicht .Ilern „eie Spmner,,,. 
in Thätigkeithält, sondern auch durch seine Ansprüche an Feinheit und 
Gleichheit des Gespinnstes verschiedenartige Verbesserungen in den 
Spinnereien veranlasst. Die grossartig, eingerichteten Färbereien des 
Wupperthals, welche besonders schön Zanella und Rockstoffe färben, er 
halten selbst aus dem Eisass und Oesterreich Zusendungen roher Waare 
Seit 1867 ist es anerkannt, dass Frankreich in diesem Artikel hinte 
Deutschland zurücksteht und England einen erheblichen Thed des 
überseeischen Geschäftes darin den deutschen Fabrikanten uberlass 
“““Sesterreich war in der Kleiderstoffbranche vortrefflich vertreten. 
In Cachemirs, Thybets und rein wollenen Geweben überhaupt ist die 
Fabrikation mehr auf Tücher als auf Stoffe gerichtet. Dagegen ist i 
halbwollenen Stoffen, besonders solchen mit sogenannter englischer
	        
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